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JP Morgan zahlt Milliarden-Ablass für Betrüger Madoff

JP Morgan zahlt Milliarden-Ablass für Betrüger Madoff
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JPMorgan will mit einem milliardenschweren Vergleich einen Schlussstrich unter den Rechtsstreit um Finanzbetrüger Bernard Madoff ziehen.

Die US-Bank zahlt laut US-Justizministeriums 1,2 Milliarden Euro an die Opfer ihres ehemaligen Kunden, der mit einem über Jahrzehnte betriebenen Schneeballsystem tausende Anleger um viele Milliarden prellte.

Insgesamt soll der Schaden bei 65 Milliarden Dollar liegen. Madoff nutzte für seine dubiosen Geschäfte rund 20 Jahre lang seine Hausbank JPMorgan.

Die Bank habe gegen Geldwäsche-Gesetze verstoßen, die Ermittlungen würden jedoch nach dem Vergleich eingestellt, so die Aufsichtsbehörden. Im Gegenzug will das Institut seine internen Kontrollen verbessern.

Die Banker gaben zu, trotz Verdachts gegen Madoffs angeblich ungewöhnlich gewinnträchtigen Hedgefonds stillgehalten zu haben. Der Finanzjongleur flog im Dezember 2008 auf und wurde im Jahr darauf zu 150 Jahren Haft verurteilt.

Erst im November hatte sich das Geldhaus mit den US-Behörden wegen anderer Vorwürfe auf die Zahlung von 13 Milliarden Dollar geeinigt. Dabei ging es um Hypotheken, die das Institut im Vorfeld der Finanzkrise in Wertpapieren bündelte und an Investoren verkaufte. Nach dem Platzen der US-Immobilienblase wurden viele Papiere praktisch wertlos. JPMorgan wird vorgeworfen, Anleger getäuscht zu haben.

su mit Reuters