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Italien: Marokkanische Migranten nähen sich die Münder zu

Italien: Marokkanische Migranten nähen sich die Münder zu
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In einem Flüchtlingslager bei Rom haben sich marokkanische Migranten aus Protest die Münder zugenäht. Sie wollten damit auf die schlechten Bedingungen im Auffanglager und ihre drohende Abschiebung aufmerksam machen. Es war nicht der erste Protest dieser Art: Bereits im Dezember nähten sich sieben der Männer behelfsmäßig mit dem Teil eines Feuerzeugs und einem Wollfaden die Lippen zusammen.

“Sie sagen, dass sie nicht mehr schlafen können, sie fühlen sich krank”, übersetzte ein Nordafrikaner für die Männer. “Sie haben nie ein Verbrechen begangen. Sie verstehen nicht, warum es diese Wut gegen sie gibt. Sie sagen, dass sie ihren Protest erst dann beenden werden, wenn die Behörden eine Entscheidung gefällt haben.”

Offiziell soll über Asylanträge in Italien innerhalb von 45 Tagen entschieden werden, meist ziehen sich die Verfahren jedoch über Monate oder Jahre hin. Die 13 marokkanischen Flüchtlinge kamen auf Booten von Nordafrika nach Lampedusa – insgesamt flohen rund 40.000 Menschen im vergangenen Jahr vor Armut und Krieg über das Mittelmeer nach Italien.

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