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Tränengas in der Türkei: Proteste gegen Internetzensur

Tränengas in der Türkei: Proteste gegen Internetzensur
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In der türkischen Hauptstadt Istanbul haben Regierungsgegner gegen ein neues Gesetz zur Internetzensur protestiert. Staatspräsident Abdullah Gül unterschrieb das umstrittene Gesetz am Mittwoch. Die türkischen Behörden können nun ohne richterlichen Beschluss Internetseiten sperren.

Die Demonstranten warfen in der Nähe des Taksim-Platzes Feuerwerkskörpern, Steine und Flaschen auf Sicherheitskräfte. Die türkische Polizei setzte Tränengas ein und schoss mit Gummigeschossen. Mehrere Regierungsgegner wurden festgenommen.

“Weg mit der Polizei”, skandierten die Demonstranten. Sie fordern den Rücktritt der Regierung um Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Das Gesetz könnte eine Folge des Korruptionsskandals sein, sagen Kritiker. Seit Monaten kämpft Erdogan um die Reputation seiner Regierung, immer wieder kommen in der Türkei neue Fälle von Korruption und Vetternwirtschaft ans Licht.

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