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Grenzenlose Kunst: Der Tanz von Shahrokh Moshkin Ghalam

Grenzenlose Kunst: Der Tanz von Shahrokh Moshkin Ghalam
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Shahrokh Moshkin Ghalam ist ein iranischer Choreograf und Tänzer des Modern Dance, der in Paris lebt. Nachdem er Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften studiert hat, begann er seine Karriere als professioneller Tänzer in der berühmten Comédie française.

Moshkin Ghalam kombiniert Modern Dance mit iranischer Musik, persischer Literatur und den alten iranischen Legenden. Dazu sagt der Künstler: “Musik, Gedichte, Literatur und Tanz haben alle denselben Ursprung, sie sind unterschiedliche Ausprägungen von Kunst. Wenn man Musik hört, fängt die Vorstellungskraft an zu tanzen, die Noten tanzen. Ich glaube, dass alle, die beim Musikhören ihre Augen schließen, das fühlen. Ich versuche, mich von diesen Fantasien leiten zu lassen.”

Moshkin Ghalam beschränkt sich nicht auf geografische Grenzen. Mit seiner Kunst will er die Schranken überwinden. Moshkin Ghalam: “Ich denke nicht, dass man sagen kann, dass meine Stücke einfach nur orientalischer oder iranischer Tanz sind. Ich versuche, mich nicht von diesen Rahmen beschränken zu lassen, auch wenn ich überhaupt nicht darüber nachdenke.”

Im Iran werden Tänzer und Choreografen seit der Islamischen Revolution zensiert. Volkstänze, die ausschließlich von Männern vorgeführt werden, sind das einzige, was erlaubt ist. Das iranische Staatsfernsehen folgt dieser ungeschriebenen Regel.
Deswegen hat sich der Tanz im Iran im Gegensatz zu den anderen Künsten nicht weiter entwickelt.

Moshkin Ghalam: “Im Iran gelten andere künstlerische Anforderungen für Tanz. Wir können die iranischen Standards nicht mit internationalen Kriterien messen. Das gilt natürlich nicht für alle Künste. In der Bildhauerei, der Kalligrafie, der Malerei und sogar im Theater gelten die internationalen Standards, aber nicht im Tanz. Westliche Elemente gibt es im iranischen Tanz nicht.”