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Putin warnt Westen vor Sanktionen gegen Russland

Putin warnt Westen vor Sanktionen gegen Russland
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Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat den Westen vor Sanktionen gegen Russland gewarnt. Auf einer Pressekonferenz in seiner Residenz am Standrand von Moskau deutete Putin Gegenmaßnahmen an.

“Jene die Sanktionen verhängen, werden mit den Konsequenzen leben müssen. Ich glaube, in der modernen Welt, in der jeder von jedem abhängig und alles miteinander verbunden ist, kann man sich gegenseitig Schaden zufügen. Und das läuft in beide Richtungen”, meinte Putin.

Ein möglicher Boykott des G-8-Gipfels in Sotschi, scheint ihn ebenfalls kaum zu treffen.

“Wir sind bereit, unsere Kollegen zu empfangen, wir bereiten den G-8-Gipfel vor, aber wenn sie nicht kommen wollen, dann müssen sie das nicht”, sagte Putin.

Er verwies darauf, das das Prinzip der Unveränderbarkeit bestehender Grenzen vom Westen dann nicht hochgehalten werde, wenn es den westlichen strategischen Interessen widerspreche.

“Die Bürger einiger Territorien können und müssen selbst über ihre eigene Zukunft entscheiden. Dieses Recht wurde dem kosovarischen Volk gewährt und Völkern in anderen Teilen der Welt. Also scheint das Selbstbestimmungsrecht, das von den Vereinten Nationen garantiert wird, noch immer zu existieren”, meinte Putin.

Den Sturz des ukrainischen Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch bezeichnete er als bewaffneten Staatsstreich. Janukowitsch habe alle Bedingungen der Vereinbarung vom 21. Februar erfüllt und seine Befugnisse effektiv aufgegeben. Er habe zwar grundsätzlich Verständnis für den Wunsch der Ukrainer nach Veränderung, ein verfassungswidriges Vorgehen könne aber nicht toleriert werden.

Hinsichtlich der Lage auf der Krim erklärte Putin, es bestehe momentan keine Notwendigkeit militärische Gewalt auf der Krim anzuwenden, Russland behalte sich jedoch das Recht vor, dort militärisch einzugreifen.

Es war die erste öffentliche Stellungnahme des russischen Präsidenten seit dem Sturz Janukowitschs.