Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Türkische Opposition spricht von Wahlbetrug und fordert Neuauszählung der Stimmen

Türkische Opposition spricht von Wahlbetrug und fordert Neuauszählung der Stimmen
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Zwei Tage nach der Kommunalwahl in der Türkei ist es in der Hauptstadt Ankara zu Zusammenstößen zwischen wütenden Demonstranten und der Polizei gekommen. Sicherheitskräfte setzten
Wasserwerfer und Tränengas ein, um vor der zentralen Wahlkommission Tausende Protestierende zu vertreiben.

Die bei den Wahlen unterlegene, oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) verlangte eine Neuauszählung der Ergebnisse in Istanbul und Ankara, um Vorwürfe des Wahlbetrugs auszuräumen. Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu hatte zuvor einen Rücktritt ausgeschlossen. Seine Partei sei nicht gescheitert, müsse sich die
Ergebnisse aber genau ansehen. In
mehreren Kommunen wird über Wahlbetrug geklagt.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan feierte das Ergebnis der Kommunalwahl indes als “großen Sieg” und sagte, er werde nun mit seinen Gegnern “abrechnen”.

Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP kam trotz Korruptionsvorwürfen landesweit auf gut 45 Prozent. Die oppositionelle CHP erhielt zusammengerechnet knapp 28 Prozent.