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Syrienvermittler Lakhdar Brahimi tritt zurück

Syrienvermittler Lakhdar Brahimi tritt zurück
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Lakhdar Brahimi, der internationale Vermittler im syrischen Bürgerkrieg, tritt wie schon länger erwartet zurück.

Der Algerier war knapp zwei Jahre im Amt; auch sein Vorgänger Kofi Annan hatte schon frustriert aufgegeben.

Brahimi hatte dieses Jahr die beiden Genfer Konferenzen der Bürgerkriegsparteien organisiert, die aber kaum Fortschritte brachten.

Mit der Ankündigung der syrischen Regierung, Anfang Juni würden Präsidentenwahlen abgehalten, ist die Grundlage für solche Gespräche aber entfallen.

Es sei sehr traurig, sagt Brahimi selbst, dass er zurücktrete und Syrien in so schlimmem Zustand zurücklasse. Die Lösungsbemühungen würden aber weitergehen; man müsse alles Menschenmögliche tun.

In Syrien sind Proteste von Regierungsgegnern zu einem Bürgerkrieg geworden. Die Kämpfe dauern schon rund drei Jahre an; viele zehntausend Menschen wurden in dieser Zeit getötet.

Zum Teil bekämpfen sich Aufständische gegenseitig. Die Regierung kontrolliert nicht das ganze Land, hat aber ihre Position wieder gefestigt.

Brahimi sagte auch, er sei sicher, dass die Krise enden werde – die Frage sei nur, wie viele Menschen bis dahin noch sterben würden.

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