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Dschihadisten erobern Iraks größte Raffinerie

Dschihadisten erobern Iraks größte Raffinerie
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Dschihadisten haben die größte Öl-Raffinerie im Irak eingenommen. Die Kämpfer des “Islamischen Staats im Irak und der Levante” (ISIL) hatten die Raffinerie im nordirakischen Baidschi bereits seit Tagen umstellt und im Morgengrauen ihren Angriff gestartet. Gestern stellte die Raffinerie, die ein Viertel der irakischen Ölverarbeitungskapazität beherbergt, ihren Betrieb ein. Alle Ausländer verließen Baidschi. In der Provinz Kirkuk liefern sich ISIL und kurdische Peschmerga heftige Gefechte. Die Kurden kontrollieren die Stadt Kirkuk und die umliegenden Ölfelder. Nach den Worten des Vorsitzenden des irakischen Öl und Gas Ausschusses haben sie ihren “Traum von Groß-Kurdistan effektiv verwirklicht”.

Ministerpräsident Nuri al-Maliki entließ vier Generäle. weil sie für die widerstandslose Aufgabe Mossuls an die ISIL verantwortlich seien, sollen sie vor ein Kriegsgericht gestellt werden.

Angesichts der Vormarschs der ISIL berieten in Bagdad politische Gegner aus Reihen der Schiiten und Sunniten über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Dschihadisten.

Unter anderem nahmen an dem Treffen der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki, der ehemalige Übergangsregierungschef Ibrahim al-Dschafari, der sunnitische Präsident des alten Parlaments, Osama al-Nudschaifi, der ebenfalls sunnitische Vize-Premierminister Saleh al-Mutlak und der schiitische Energieminister Hussein al-Schahristani teil.