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Iraks Ministerpräsident gegen Einheitsregierung

Iraks Ministerpräsident gegen Einheitsregierung
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Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki ist gegen die Bildung einer Einheitsregierung. “Für die Iraker sind die wahren Ziele hinter dem Ruf nach einer Regierung der nationalen Einheit kein Geheimnis”, sagte er. “Es ist der Versuch der Verfassungsgegner, die junge Demokratie zu beenden, die Stimmen der Wähler zu ignorieren und die Verfassung zu umgehen.” Stattdessen wolle er in den nächsten Tagen eigene Mehrheiten finden. Er stellt sich damit gegen den US-amerikanische Außenminister John Kerry, der bei seinem Besuch auf eine Einheitsregierung gedrängt hatte.

Mittlerweile hat auch der Iran seine Truppen an der Grenze zum Irak in Alarmbereitschaft versetzt. Er steht auf der Seite der schiitisch dominierten Regierung. Irakische Soldaten kämpfen rund 200 Kilometer nördlich von Badgad, in Baidschi, gegen den Vorstoß von ISIL.

Noch immer melden sich Freiwillige, die für die irakische Armee gegen die ISIL-Milizen kämpfen wollen. Gut zwei Wochen nach Beginn des Vormarsches der sunnitischen Gruppe steht das Land vor einer Teilung, denn die Separatisten kontrollieren mittlerweile große Teile des Landes.

Viele Menschen wurden aus ihren Städten vertrieben. Dem Welternährungsprogramm zufolge waren es alleine in den vergangenen Tagen eine halbe Million Menschen. Im Transitcamp Kalak, zwischen Mossul und Erbil, hätten viele Familien nur noch die Kleidung, die sie anhaben. Sie wohnen in Zelten, bei Temperaturen um die 45 Grad Celsius. Den Flüchtlingen mangelt es vor allem an Wasser und Strom.

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