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Gedenken an Thronfolger-Ermordung in Sarajevo vertieft Gräben zwischen Ethnien

Gedenken an Thronfolger-Ermordung in Sarajevo vertieft Gräben zwischen Ethnien
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In Sarajevo hat eine groß angelegte Veranstaltungsreihe zur Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren begonnen. Sarajevo war der Schauplatz der als kriegsauslösend geltenden Ermordung von Kronprinz Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie. Gekrönt wurde der Eröffnungsabend durch ein Konzert der Wiener Philharmoniker im renovierten Rathaus.
Doch der 100. Jahrestag sorgt auch für eine Vertiefung der Gräben wischen Bosniern und Serben. Serbische und bosnisch-serbische Vertreter boykottierten die Feierlichkeiten und lancierten Gegenveranstaltungen. Für die Serben ist der Attentäter Gavrilo Princip ein Freiheitskämpfer und Nationalheld. So erklärte Milorad Dodik, der Präsident der Republika Srpska bei einer Gedenkfeier für den serbischen Nationalisten in Višegrad: “Der Schuss, den Princip vor einhundert Jahren abfeuerte, war kein Schuss gegen Europa, sondern für die Freiheit. Er brachte die Emanzipation der Serben in dieser Region in Gang und führte letztlich zur Befreiung von der Tyrannei der Besatzer.” Bereits am Freitag war im serbisch geprägten Osten Sarajevos ein Denkmal für Princip enthüllt worden.

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