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"Islamischer Staat" erobert neue Gebiete - Maliki ordnet Luftunterstützung für Kurden an

"Islamischer Staat" erobert neue Gebiete - Maliki ordnet Luftunterstützung für Kurden an
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Hunderte Angehörige der irakischen Minderheit der Jesiden haben in der kurdischen Stadt Erbil Unterstützung gegen die Kämpfer des “Islamischen Staats” gefordert.

Die Islamisten hatten am Wochenende im Nordirak mehrere Städte und Dörfer der ethnisch-religiösen Minderheit unter ihre Kontrolle gebracht. Viele Bewohner flohen in die Berge. Von den Islamisten als gottlos verachtet seien die Zurückgebliebenen nun aber schutzlos ausgeliefert.

“Wir wenden uns an alle, die uns helfen können, weil unsere Familien sterben”, so eine demonstrierende Frau in Erbil. “Wir wissen nicht, wie es ihnen geht. Alte Menschen und Kinder sind ohne Essen, fürchten um ihr Leben und die Kämpfer vom Islamischen Staat töten sie.”

Die Region um die Stadt Sindschar gehört nicht zum kurdischen Kerngebiet, stand aber unter Kontrolle der Peschmerga-Einheiten – bis diese am Wochende von IS-Kämpfern zurückgedrängt wurden.

Die Demonstranten riefen die Kurden nun dazu auf, sich dem Terror des “Islamischen Staats” außerhalb Kurdistans entschlossener entgegenzustellen und forderten vor der UN-Vertretung in Erbil auch internationaler Unterstützung.

Auch Bagdad setzt auf die Peschmerga. Trotz der bestehenden politischen Zerwürfnisse wies der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki das irakische Militär am Montag an, den kurdischen Einheiten Unterstützung aus der Luft zu geben.

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