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Ukrainische Armee im Osten auf dem Rückzug - jetzt soll eine Mauer her

Ukrainische Armee im Osten auf dem Rückzug - jetzt soll eine Mauer her
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Ukraine, strategisch gesehen:
Während sich Politiker Wortscharmützel über eine mögliche Waffenruhe liefern, geht es an Ort und Stelle um Geländegewinne.

Spartak in der Nähe von Donezk wurde bombardiert, Wohnhäuser, Schulen und Fabriken schwer beschädigt.

In der Millionenstadt Donezk übernahmen prorussische Kräfte den Flughafen. Die Armee hatte das Gelände zuvor aufgegeben – sie hatte ihn erst im Juni zurückerobert und seither verteidigt.

Ohrenzeugen berichteten von Gefechtslärm und Rauch aus der Gegend um den Flughafen.

Am Montag hatte das ukrainische Militär schon den Flughafen der anderen Rebellenhochburg Luhansk aufgegeben.

Nach Informationen der prorussischen Separatisten ziehen sich die ukrainischen Soldaten auch aus der Konfliktregion Donbass zurück. Bereits in der Nacht hätten sie bedeutende Truppenbewegungen beobachtet, so die Aufständischen.

Bleibt noch der Kampf um die strategisch wichtige Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer, einem Nebenmeer des Schwarzen Meeres. Mariupol ist die zweitgrößte Stadt in der Region Donezk und provisorischer Sitz der Verwaltung.

Die ukrainische Regierung plant entlang der rund 2.000 Kilometer langen Staatsgrenze zu Russland offenbar den Bau einer Mauer.

„Wir wollen einen echten Schutz“, sagte Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk. Denkbar sei auch ein Elektrozaun mit Minen und Stacheldraht. Das Projekt soll etwa 100 Millionen Euro kosten.

su mit dpa

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