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Rubel-Krise und kein Ende

Rubel-Krise und kein Ende
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Die russischen Währungsreserven sind in der dritten Dezember-Woche nochmal um 10,4 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Die Zentralbank kommt nur noch auf 388,5 Milliarden Dollar Rücklagen. Für einen Dollar muss man aktuell 58.40 Rubel hinlegen.

Schon warnt der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, vor einem Zusammenbruch der russischen Wirtschaft. Die Devisenreserven reichten gerade noch für zwei Jahre Schuldendienst. An Exportüberschüssen kommt nichts nach, wegen des sinkenden Ölpreises (55.51 Dollar per Barrel Brent in London).

Zudem berichtete das Statistikamt von der höchsten Inflationsrate seit 2008. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Preise 2014 um insgesamt 11,4 Prozent. Allein im Dezember lag die Teuerungsrate vermutlich noch einmal bei 2,6 Prozent im Vergleich zum November – das wäre die höchste monatliche Inflationsrate seit zehn Jahren.

Wenn nun drastisch weniger importiert werden müsse, so Ifo-Chef Sinn, drohe „eine gefährliche Destabilisierung der russischen Gesellschaft.“

Auch ein völliger Kollaps der Wirtschaft sei nicht mehr auszuschließen – mit gravierenden Folgen für in Russland engagierte Banken Frankreichs und Österreichs, aber auch für die deutsche Industrie.

Russlands Wirtschaft leidet unter westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt, Ölpreisrutsch und Rubel-Verfall. Die Regierung rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2015 um vier Prozent schrumpft.

su mit Reuters

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