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Touristen-Boom in Kuba - "wir sind alle Amerikaner"

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Touristen-Boom in Kuba - "wir sind alle Amerikaner"

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Der Kalte Krieg in der Karibik geht zu Ende.

2015 entwickelt sich zu einem Rekordjahr für die kubanische Tourismusindustrie. Der prominenteste Besucher: US- Außenminister John Kerry hat für die zweite Julihälfte einen Flug nach Havanna gebucht – um nach mehr als 50 Jahren Eiszeit die US-Botschaft feierlich wieder zu eröffnen.

Rund 1,7 Millionen Menschen haben die Insel in den ersten fünf Monaten des Jahres besucht, 15 Prozent mehr als 2014 – das Jahr endete mit 3 Millionen Besuchern.

Aus Kanada kamen die meisten Touristen, gut eine dreiviertel Million (779.576), 14 Prozent mehr als 2014. Aber sind das wirklich alles Kanadier?

“Es gab einen echten Anstieg der Buchungen von US-Kunden, als Präsident Obama die Lockerung der Restriktionen ankündigte”, so Jury Krytiuk von A. Nash Travel, ein Kuba-Reisespezialist in Ontario, “die Leute wollten Kuba sehen, bevor sich dort alles ändert.’‘

Die US-Reiseeinschränkungen nach Kuba sind noch nicht aufgehoben.

“Todos somos americanos”, hatte US-Präsident Barack Obama Ende 2014 erkannt, “wir sind alle Amerikaner.”

Jahrzehntelang war Kuba eines der ganz wenigen Länder, zu
denen die USA keine diplomatischen Beziehungen hatten. Jetzt bleiben davon laut Medienberichten (“New York Times”)nur noch drei: Iran, Nordkorea und Bhutan.

su mit dpa