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Kulturelle Zeitreise durch Peking

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Kulturelle Zeitreise durch Peking

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Peking blickt auf eine mehr als 3000 Jahre alte Geschichte zurück, mehr als 860 Jahre davon als Hauptstadt Chinas. Die Stadt hat die größte Anzahl von UNESCO-Weltkulturerbestätten. Im Zentrum der Stadt liegt der Tian’anmen-Platz: Er gilt mit einer Fläche von fast 40 Hektar als größter innerstädtischer Platz der Welt. Eingerahmt wird das Areal vom Nationalmuseum, dem Mao-Mausoleum und dem Tor des Himmlischen Friedens, dem Eingang zur Verbotenen Stadt.

Euronews-Reporterin Nikoletta Kritikou: "Der Platz des Himmlischen Friedens ist ein Wahrzeichen Pekings und Teil der Zentralachse der Hauptstadt. Als Mittelpunkt der symmetrischen Altstadt Pekings bilden die Zentralachse und ihre Umgebung ein Meisterwerk antiker und zeitgenössischer Stadtplanung, die zeigt, wie die Chinesen Wissenschaft, Ästhetik und antike Philosophie in die Gestaltung der Hauptstadt einfließen ließen."

Die Zentralachse durchschneidet Peking von Süden nach Norden und umfasst fast zwei Drittel des Altstadtgebiets:

"Die Zentralachse ist eine der wichtigsten kulturellen Linien in Peking. Sie beginnt am Yongding-Tor im Süden und führt zum Glocken- und Trommelturm im Norden. Dort sind wir jetzt. Die Zentralachse ist 7,8 Kilometer lang", so Wang Gang, Forscher, Institut für Geschichtswissenschaften, Beijing Academy of Social Science.

Kulturelle Zeitreise

In Peking fühlt man sich oft wie auf einer Zeitreise: Eine andere geschichtliche Epoche kann um die Ecke liegen. In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich die Metropole zu einer der modernsten und dynamischsten Städte der Welt. Eines ihrer Wahrzeichen ist der Olympiapark:

"Noch beeindruckender als seine enorme Größe ist seine Gestaltung: Das von den Chinesen liebevoll 'Vogelnest' genannte Nationalstadion, erbaut für die Olympischen Sommerspiele 2008, ist ein architektonischer Ausdruck des Stolzes und des wachsenden Vertrauens Chinas. Das Stadion liegt am nördlichen Ende der Zentralachse und ist ein Symbol für das neue, supermoderne Peking", so Nikoletta Kritikou.

"Welche Auswirkungen hatten die Olympischen Spiele 2008 für Peking in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung, die Infrastruktur und den Tourismus?"

Der Sprecher des Olympiastadions Xu Tao sagt: "Die Olympischen Spiele 2008 in Peking haben die olympische Kultur verbreitet, den olympischen Geist gefördert, die Bedeutung der Olympischen Spiele bereichert und die gesunde und nachhaltige Entwicklung der Spiele gefördert. Die hohen Ziele der Spiele wurden erreicht, die pädagogischen Auswirkungen waren enorm. Die Olympischen Spiele hatten eine weitreichende, nachhaltige und positive Wirkung."

Architektur zum Staunen

Seit der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2008 entwickelte sich das Vogelnest zu einem Touristenmagnet. Die chinesische Hauptstadt bereitet sich auf die Olympischen Winterspiele 2022 vor. Peking ist die erste Stadt in der olympischen Geschichte, die sowohl Olympische Sommer- als auch Winterspiele ausrichtet.

Die Chinesische Mauer ist ein System historischer Grenzbefestigungen. Das größte Bauwerk der Welt ist seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe, mit ihrem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen:

"Die Große Mauer ist nicht einfach nur ein Gebäudekomplex, sondern ein Meisterwerk der Steinkunst aus der Ming-Dynastie. Man kann zu jeder Jahreszeit auf der Großen Mauer stehen und auf den Yanshan-Berg und auf weitläufige Gebiete mit Ahornbäumen blicken, die an den Ruhm des alten China erinnern", so Kritikou.

70 km nordöstlich von Peking ist Mutianyu einer der am besten erhaltene Abschnitt der Großen Mauer. Dort kann man drei Wachtürme besichtigen. Eine der Prioritäten der chinesischen Regierung ist der Schutz und der Wiederaufbau der Chinesischen Mauer:

"Wir haben jedes Jahr viele Besucher. Die Steine gehen kaputt. Wir nutzen traditionelle Methoden, um die Mauer zu reparieren und die Kulturdenkmäler zu schützen. Es gibt spezielle Standards für die Herstellung der Mauerziegel und Bodenfliesen und für deren Reparatur. Auch dafür gibt es traditionelle Techniken", erklärt Luo Xing, stellvertretender Generaldirektor, Beijing Mutianyu Great Wall.

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