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Genua gedenkt der Opfer des Brücken-Einsturzes

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Genua gedenkt der Opfer des Brücken-Einsturzes

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Die italienische Hafenstadt Genua hat der 43 Opfer des Brücken-Einsturzes vor einem Monat gedacht.

Die Morandi-Autobahnbrücke war eine wichtige Verbindungsstraße innerhalb der Stadt, aber auch nach Südfrankreich und in andere Regionen Italiens.

Um 11.36 Uhr gab es eine Schweigeminute, zu dieser Uhrzeit war am 14. August der Polcevera-Viadukt aus noch ungeklärter Ursache eingebrochen.

Der 33-jährige Feuerwehrmann Davide Capello ist mit seinem Auto 30 Meter in die Tiefe gestürzt und hat überlebt:

"Ich erinnere mich genau an alles. Das dumpfe Geräusch und der Asphalt, der vor mir zusammenbrach. Ich fiel mit dem Auto nach unten, es war beängstigend.

"Welches Detail ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?"

"Sicherlich die Autos, die vor mir in der Leere verschwanden".

Der 59-jährige Silvio Intiso lebte in einem Haus unter der Brücke und wohnt jetzt bei Freunden:

"Ich hörte ein Geräusch, öffnete die Fenster und sah das die Brücke weg war. Die Brücke hatte vorher schon Risse. Ich wünschte, ich könnte wieder nach Hause".

"Und wenn sie nicht wieder in ihr Haus zurückkönnen und ihre Sachen holen können"?

"Das wäre schwer, sehr schwer".

258 Familien mussten wegen des Einsturzes ihre Wohnungen verlassen. Nach der Tragödie wird gegen 20 Personen sowie den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia ermittelt.

Die Vorwürfe lauten unter anderem auf mehrfache fahrlässige Tötung im Straßenverkehr. Unklar ist, ob vorangegangene Warnungen zum maroden Zustand der Brücke nicht ernst genommen und Instandhaltungen verschleppt wurden.