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World Cleanup Day: Das bisher größte Müllsammeln der Geschichte

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World Cleanup Day: Das bisher größte Müllsammeln der Geschichte

World Cleanup Day: Das bisher größte Müllsammeln der Geschichte
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Der World Cleanup Day 2018 wird am Samstag (15.09.) als der bisher größte Tag der freiwilligen Abfallbeseitigung Geschichte schreiben.

Der Tag ruft Menschen auf der ganzen Welt dazu auf, "zusammenzukommen, um unseren Planeten vom Müll zu befreien - Müll und schlecht verwaltete Abfälle von unseren Stränden, Flüssen, Wäldern und Straßen zu entfernen".

Rund 20 Millionen Freiwillige in 120 Ländern haben sich bereits angemeldet, weitere Millionen werden an diesem Tag zusätzlich erwartet.

Wer steckt hinter dem Welt-Cleanup-Tag, wie kann man teilnehmen und warum entscheiden sich manche, sich nicht zu beteiligen?

Teilnehmen

Der einfachste Weg, am Cleanup Day teilzunehmen, ist, auf die Straße, in den Park oder einfach an Ihren Lieblingsort zu gehen und Müll zu sammeln.

Um offiziell teilzunehmen, können Sie auf der Website der Veranstaltung nachsehen, welche Aufräumarbeiten in Ihrer Nähe organisiert werden, oder Sie erstellen Ihre eigene Veranstaltung und teilen die Details mit.

Die Organisatoren sammeln die Informationen, die von den verschiedenen Veranstaltungen auf der ganzen Welt gesendet werden, um die Anzahl der Freiwilligen zu zählen und die Menge des gesammelten Abfalls zu messen.

Auf Social Media können Sie das Ereignis mit populären Hashtags wie #WorldCleanUpDay, #LetsDoit und #suituptocleanup (für Meer und Flüsse) verfolgen.

Wer steckt hinter dem World Cleanup Day?

Die Reinigungsaktion wurde von "Let's Do It! World" ins Leben gerufen. Bewegung, die vor 10 Jahren in Estland begann. Damals waren an einem einzigen Tag 4% der Bevölkerung auf die Straße gegangen, um 10.000 Tonnen Müll zu sammeln.

Die NGO war zudem am bisher größten Aufräumtag der Geschichte beteiligt: 250.000 Menschen haben in Solvenien im Jahr 2012 an der Sammlung von 10.000 Tonnen illegaler Abfälle teilgenommen..

Aber Johnny Azpilicueta, Teamleiter von "Let's Do It! Spain" sagte, dass der Tag, der übrigens von der UNO gefördert wird, niemandem gehört.

"Das gemeinsame Müllsammeln hat die Eigenschaft, Menschen zu vereinen, und es schafft Verbindungen zwischen Bürgern und Behörden, Gemeinden und Organisationen, die sonst nicht entstehen würden", sagte Azpilicueta.

Er fügte hinzu, dass die Menschen, die an solchen Sammlungen teilnehmen, "in Zukunft vorsichtiger sein und weniger Müll wegwerfen" werden.

Auch die Ocean Conservancy, die seit 30 Jahren Veranstaltungen zur freiwilligen Abfallsammlung organisiert, arbeitet mit "Let's Do It! World" zusammen, um die diesjährige Veranstaltung zu organisieren.

"Wir sind sehr gespannt auf die Auswirkungen, die unsere beiden Organisationen auf unseren Ozean und unsere Welt haben werden", sagte Allison Schutes, stellvertretende Direktorin des Programms "Trash Free Seas" (Müllfreie Meere) der Ocean Conservancy, im Gespräch mit Euronews.

Warum nehmen manche Leute nicht teil?

Einige Organisationen, wie z.B. die französische Niederlassung von Zero Waste, haben beschlossen, sich von der Initiative zu distanzieren, die ihrer Meinung nach bei der Abfallbekämpfung nicht weit genug geht.

Die NGO sagt, dass die Veranstaltung zwar das Bewusstsein schärft, aber der Schwerpunkt auf der Erzeugung von so wenig Abfall wie möglich liegen sollte, und nicht auf das Sammeln von Müll.

Ein aktueller Bericht des französischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens enthüllte zudem Verbindungen zwischen einigen freiwilligen Sammelstellen und den Unternehmen, die die meisten Abfälle produzieren.

Es wurde berichtet, dass Lobbys in der Verpackung oft freiwillige Aufräumvereinigungen schaffem, mit dem Ziel, sich von der Schuld zu befreien. So ist der Brüssel-Lobbyist, der die Verpackungshersteller verteidigt, auch Vizepräsident einer Vereinigung, die sich für die Müllbeseitigung in Europa einsetzt.

Warum also teilnehmen?

Azprendiz sagte zu Euronews, das Ziel des World Cleanup Day sei es, alle Beteiligten dazu zu bringen, die Welt vom Müll zu befreien.

Er argumentierte, dass "es 364 andere Tage im Jahr gibt, die zum Kritisieren da sind". Der Cleanup Day sollte stattdessen eine Gelegenheit sein, zusammenzukommen.

Er fügte hinzu, dass "Let's Do It! World" an die Macht der einfachen Menschen glaubt, die echte Veränderungen beim weltweiten Abfallproblem erwirken können.

"Die Probleme, die von der Industrie verursacht werden, sind da, aber die Entscheidung, was wir kaufen und wo wir es hinwerfen, kommt von jedem Einzelnen", sagte er.