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Tödlicher Sturzregen auf Mallorca

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Tödlicher Sturzregen auf Mallorca

Tödlicher Sturzregen auf Mallorca
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Ein Unwetter auf Mallorca hat schwere Verwüstungen angerichtet. Vor allem den Osten der Insel traf es hart. Dort verwandelte der stundenlange Sturzregen Straßen in reißende Flüsse. 233 Liter Wasser fielen innerhalb von nur zwei Stunden vom Himmel. Schätzungsweise ein Dutzend Menschen starben - unter ihnen viele britische Urlauber.

500 Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. Sie kommen zu spät für Isabel Rosselló, deren unter den Wassermassen einstürzte: "Ich hatte große Angst. Das Wasser ist innerhalb von zwei, drei Minuten auf einen Meter angestiegen. Dann musste wir abwarten. Mein Haus ist zerstört, mir bleibt nur noch ein Zimmer auf der oberen Etage. Wir haben kein Kinderzimmer mehr, das Auto in der Garage ist auch kaputt, vom anderen wissen wir noch nicht, wo es ist. Ein Desaster..."

Auch José Guerrero lebt in Sant Llorenç des Cardassar. Er sagt, "niemals hätte ich mir sowas vorstellen könne. Die Straßen sind in einem schlimmen Zustand, es war unglaublich. Sowas hat es auf unserer Insel noch nie gegeben und ich wohne schon seit 60 Jahren hier."

Um sich ein Bild von der Katastrophe zu machen, reiste der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez in das Unglücksgebiet. Er erklärt, "wir sind zutiefst schockiert. Wir müssen Mitgefühl mit den Betroffenen haben und ihnen beistehen. Die Behörden müssen sie unterstützen, damit die Menschen bald zur Normalität zurückfinden und die Vermissten gefunden werden. Ja, die Zone wird zum Katastrophengebiet ernannt."

Die Aufräumarbeiten haben bereits begonnen, aber ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, weiß Euronews-Korrespondent Manuel Ferrera Nieto:

"Wir sind auf einer der Haupstraßen von Sant Llorenç des Cardassar. Die Menschen versuchen, sich von der Katastrophe zu erholen. Autos wurden zerstört. Überall Trümmer und Schlamm. Die letzte Nacht war lang, dieser Tag wird es auch werden."