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119 Sekunden nach dem Start: Sojus hat ein Problem

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119 Sekunden nach dem Start: Sojus hat ein Problem

Eigentlich sind die Sojus-Flüge zur Internationalen Raumstation ISS Routine - doch diesmal gab es 119 Sekunden nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur ein Problem. Die Rakete mit dem rrussischen Kosmonauten Alexej Owtschinin und dem amerikanische Astronauten Nick Hague musste in der kasachischen Steppe notlanden. Laut russischen Behörden ging der Kontakt zu den beiden Raumfahrern aber nicht verloren.

Suchtrupps machten sich dann auf den Weg zur Aufprallstelle.

Eigentlich sollten Alexej Owtschinin und Nick Hague das Team des deutschen ISS-Kommandanten Alexander Gerst verstärken, der Anfang Oktober die Leitung der Internationalen Raumstation übernommen hat.

Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur wegen technischer Probleme abgeschaltet und aufgelöst.

Über eine mögliche Verlängerung von Gersts Aufenthalt im All wegen des Unfalls sei noch nicht entschieden, sagte Europas Raumfahrtchef Jan Wörner der Deutschen Presse-Agentur. "Dafür ist es jetzt zu früh, es hängt ganz wesentlich davon ab, wie schnell man die Ursache findet und für die Zukunft ausschließen kann"» Gersts Mission läuft bis Dezember. Falls er wegen der Panne länger im All bleiben müsse, wäre dafür alles vorhanden, sagte Wörner, der Europas Raumfahrtbehörde Esa leitet.

Für die russische Raumfahrt ist der Fehlstart ein schwerer Rückschlag. Er kommt auch zu einer Zeit, in der das sonst gute Verhältnis zu den US-Kollegen gespannt ist. Der neue Nasa-Chef Jim Bridenstine verfolgte den Start von Baikonur aus und vereinbarte mit den Russen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Die USA hatten ihr Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. US-Astronauten können seither nur noch mit der Sojus zur ISS gelangen.

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