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Journalistenmord in Bulgarien - Sorge um Pressefreiheit

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Journalistenmord in Bulgarien - Sorge um Pressefreiheit

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Bulgarische Medien sehen einen Zusammenhang zwischen der von Viktoria Marinowa moderierten Sendung "Detektor" des lokalen Kabelsenders TVN und ihrer Ermordung.

Bulgarien wird mit Malta und der Slowakei gleichgesetzt, wo binnen eines Jahres zwei Investigativjournalisten aus politischen Gründen ermordet wurden.

Auch der bulgarische Investigativjournalist Dimitar Stoyanov glaubt an einen politisch motivierten Mord:

"Es ist nicht die erste Bedrohung und wir vermuten, dass es auch nicht die letzte sein wird. Wir arbeiten an vielen Dingen im Zusammenhang mit dem Missbrauch von EU-Mitteln. Wir arbeiten seit 5 Jahren an diesem Thema".

"Nach unseren ersten Berichten begannen die Behörden den staatlichen Landwirtschaftsfonds zu untersuchen. Direktoren wurden entlassen. Dies ist nicht der erste Skandal, der durch unsere Ermittlungen aufgedeckt wurde. Wir werden nicht aufhören und hoffen, dass auch unsere Kollegen nicht aufhören".

Ein 20-jähriger Bulgare wurde als Tatverdächtiger festgenommen.

"Ich glaube, dass die Behörden alles getan haben, um sich selbst zu diskreditieren. Selbst wenn diese Person an dem Verbrechen beteiligt ist, haben die Polizei und die Regierung alles in ihrer Macht stehende getan, um unglaubwürdig zu erscheinen".

"Dies ist eine Situation, in der sie unter einem immensen Druck stehen und chaotisch handeln. Sowohl die EU als auch die USA zeigen, dass sie der bulgarischen Untersuchung nicht trauen. Sie suchen verzweifelt nach einem Verdächtigen".

In Bulgarien muss der 20-jährige Tatverdächtige mit einer Anklage wegen Vergewaltigung und Mordes rechnen. Die bulgarischen Ermittler haben aus ihrer Sicht überzeugendes Beweismaterial.