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Nach Crash: Lage an den Börsen turbulent

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Nach den schweren Verlusten am Mittwoch blieb der Tag an der Wall Street auch am Donnerstag turbulent. Der Kurs des Dow Jones schwankte in beide Richtungen. Auch der S&P 500 und der Nasdaq standen weiter unter Druck. Ein weiterer großer Einbruch blieb jedoch zunächst aus. Am Mittwoch war es an der New Yorker Börse zu den schwersten Kurseinbrüchen seit acht Monaten gekommen.

Am Donnerstag gab der nachlassende Preisdruck der Wall Street ein wenig Halt. Die Inflation betrug im September 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und lag damit niedriger als erwartet. Experten gehen nicht davon aus, dass die Notenbank Fed von ihrem Kurs der moderaten Zinserhöhung abweichen wird. Die Politik des billigen Geldes scheint angesichts der guten Wirtschaftslage beendet: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal um 4,2 Prozent. Die Arbeitslosigkeit lag im September bei 3,7 und die Kerninflation bei 2,2 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte den Kurs der Zentralbank am Mittwoch erneut kritisiert. Er macht das Vorgehen der Zentralbank für die starken Kursverluste verantwortlich. "Ich denke, die Fed macht einen Fehler", so Trump. "Sie sind so streng. Ich glaube, die Fed ist verrückt geworden."

Unterdessen erteilte Christine Lagarde Trumps Angriffen auf die Fed eine deutliche Abfuhr. Die Führung der US-Zentralbank mache einen seriösen Eindruck, so die Chefin des Internationalen Währungsfonds auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Indonesien. Zentralbanken müssten ihre Zinsbeschlüsse an ökonomischen Indikatoren ausrichten. Wenn das Wachstum stark und die Arbeitslosigkeit extrem niedrig sei, müssten diese "die Entscheidungen treffen, die sie treffen", so Lagarde.

Die Angst vor steigenden Zinsen und einer schwächeren Konjunktur belastet auch die Aktienmärkte in Europa. Der Dax büßte am Donnerstag weitere 1,48 Prozent ein und sank auf 11 539 Punkte. Im Tagestief war er sogar auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar 2017 gerutscht.