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Kamerun: Entführte Schüler frei - Behörden verdächtigen Separatisten

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Kamerun: Entführte Schüler frei - Behörden verdächtigen Separatisten

Kamerun: Entführte Schüler frei - Behörden verdächtigen Separatisten
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In Kamerun sind die 79 Schüler, die am Montag entführt worden waren, wieder frei. Der Direktor und zwei Angestellte der Schule sind allerdings noch in der Gewalt der Entführer.

Das teilte Samuel Fonki Forba mit, der Vorsitzende der pesbyterianischen Kirche Kameruns, zu der auch die betroffene Schule in der Stadt Bamenda gehört.

Laut dem Militär wurden die Schüler von den Entführern etwa 18 Kilometer von Bamenda entfernt freigelassen.

Die Behörden vermuten, dass Separatisten der englischsprachigen Minderheit für die Entführung verantwortlich sind.

Sie sahen die Entführung als Teil der Strategie der Separatisten, im englischsprachigen Landesteil für Chaos zu sorgen.

Adolphe Lele, der Gouverneur der Region Nord-Ouest, sagte:

"Gemeinsam kehren wir zu einer normalen Lage in unserer Region zurück, vorausgesetzt, dass sich alle, die in diesen Kampf gegen den Staat verwickelt sind, ergeben."

Die genauen Hintergründe der Entführung wie auch der Freilassung sind noch unklar. Die Armee sagte, sie sei den Entführern auf den Fersen gewesen.

Die presbyterianische Kirche ließ wissen, man habe verhandelt, ein Lösegeld sei aber nicht gezahlt worden.

Die Mehrheit der rund 23 Millionen Einwohner des zentralafrikanischen Staates spricht französisch, nur eine Minderheit nahe der Grenze zu Nigeria ist anglophon.

Die Minderheit fühlt sich seit langem von der frankophonen Mehrheit benachteiligt. Der Konflikt ist seit 2017 mit offenen Bestrebungen nach staatlicher Unabhängigkeit eskaliert.