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Misshandlungen von Flüchtlingen: Burbach-Prozess beginnt

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Misshandlungen von Flüchtlingen: Burbach-Prozess beginnt

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In einer Asylunterkunft im nordrheinwestfälischen Burbach sollen Flüchtlinge in den Jahren 2013 und 2014 verprügelt, erniedrigt und teils tagelang eingesperrt worden sein. Ab heute müssen sich rund 30 Mitarbeiter des Heims vor dem Landgericht Siegen verantworten. Die Vorwürfe: schwere Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung.

Auf der Anklagebank sitzen Wachleute und Betreuer, aber auch die frühere Heimleitung. Sie alle werden verdächtigt, an den Misshandlungen beteiligt gewesen zu sein oder einfach weggeschaut zu haben.

Ans Licht kam der Skandal 2014 durch ein Handyfoto, auf dem zwei Sicherheitsleute neben einem Flüchtling posieren, der in Handschellen auf dem Boden liegt. Außerdem gibt es ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein junger Mann gezwungen wird, sich auf eine Matratze mit Erbrochenem zu legen.

Die Gräueltaten fanden in Räumen der Unterkunft statt, die die Mitarbeiter selbst "Problemzimmer", kurz "PZ", nannten. Die Bilder sorgten für Entsetzen und gingen um die Welt. Die Leitung der Unterkunft wurde dem Roten Kreuz übertragen.

Der Prozess ist einer der größten in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Bis Mai nächsten Jahres sind 24 Verhandlungstage angesetzt.