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Wie Safran Griechenland in Zeiten der Krise hilft

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Wie Safran Griechenland in Zeiten der Krise hilft

Wie Safran Griechenland in Zeiten der Krise hilft
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Die Blüten dieser kleinen Krokusart sind ein wahrer Schatz. Aus den Narben wird das teuerste Gewürz der Welt gewonnen - der Safran. Als die Wirtschaftskrise Griechenland hart traf und viele Unternehmen schließen mussten, kehrten die zuvor abgewanderten Menschen in diese Region im Nordwesten Griechenlands zurück. Denn hier, in Kozani gab es Arbeit, wenn auch in einem anderen Bereich:

"In der Krise war es schwierig in meinen Bereich, insbesondere im Bauingenieurwesen, Arbeit zu finden, denn es gab keine Bauprojekte. Da wir von unseren Eltern und Großeltern gelernt hatten, wie man Safran anbaut, und wir uns auf den Feldern auskannten, dachte ich, der Safrananbau würde mir ein gutes Einkommen verschaffen", erklärt Zisis Kyrou.

Inzwischen baut er auf vier Hektar Land Safran an. Der Präsident der örtliche Genossenschaft, Nikos Patsiouras, erklärt: "Sehr viele junge Menschen haben Arbeit auf dem Feld gefunden. Wissenschaftler pflanzen Safran-Krokusse und versuchen, damit ein extra Einkommen zu erzielen. Ich glaube, dass je nach Absatz unseres Produkts noch weitere folgen werden. Wenn es mehr Nachfrage gibt, werden wir die Produktion erhöhen."

Der griechische Safran wird in rund 20 Dörfern produziert und hat sich weltweit einen Namen gemacht. Umfasste die Anbaufläche 2008 lediglich rund 600 Hektar, waren ist im vergangenen Jahr bereits mehr als 1.300 Hektar.

70 Prozent des begehrten Gewürzes werden von Griechenland in die USA, nach Frankreich, Deutschland, Japan und in die Vereinigten Arabischen Emirate exportiert. Derzeit verhandelt die örtliche Genossenschaft über einen Eintritt in den chinesischen Markt.