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Italien: Hunderttausende fordern andere Wirtschaftspolitik

Italien: Hunderttausende fordern andere Wirtschaftspolitik
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Auf einer Großkundgebung aller wichtigen italienischen Gewerkschaften (CGIL, CISL, UIL) haben in Rom hundertausende ("AFP") gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung protestiert. Eine spezielle Demo: Auch Geschäftsleute kamen und linke Politiker.

Hinter dem Banner "Eine Zukunft für die Arbeit" forderten die Demonstranten einen massiven Förderplan für öffentliche und private Investitionen und ehrgeizigere Reformen als die von der Koalitionsregierung der Fünfsterne (europaskeptisch und populistisch) und der Lega (radikal regionalistisch, rechtspopulistisch) vorgelegten. Die Gewerkschaften hatten 12 Sonderzüge organisiert, 1.300 Busse, Fähren und Billigflüge.

Annamaria Furlan, Generalsekretärin des Gewerkschaftsbundes CISL:

„Viele Opfer, die wir in den letzten Jahre gebracht haben, laufen Gefahr, vollständig zu verpuffen. Noch ist es nicht zu spät. Die Regierung muss innehalten, muss die Sozialpartner zusammenrufen, den negativen Kurs unseres Landes umdrehen und in die Zukunft schauen, auf die Zukunft der Arbeit.“

Roberto Speranza, Abgeordneter Movimento Democratico e Progressista (sozialdemokratisch):

„Unser Land riskiert einen Schritt zurück. Es ist sehr beunruhigend, dass wir zwei Vierteljahre in Folge negative Vorzeichen in der Wirtschaft hatten. Mehr Wohlfahrtsstaat reicht also nicht aus, wir müssen wieder die Beschäftigung in das Zentrum stellen, und ich meine, dass die heutige Botschaft genau die ist: Die Beschäftigung zuerst, mit absoluter Priorität."

Die populistische Regierung (Lega, Fünfsterne) will mit mehr Sozialhilfe und Frühpensionierung – die Wirtschaft ankurbeln. Seit letztem Sommer, seit Cinque Stelle und Lega zusammen regieren, schrumpft Italiens Wirtschaft.

su