Eilmeldung

Eilmeldung

Klärungsversuch: Brexit-Roadtrip von A. Smith

Klärungsversuch: Brexit-Roadtrip von A. Smith
Schriftgrösse Aa Aa

Was denkt der britische Durchschnittswähler zur Zeit über das politische Durcheinander im Zusammenhang mit dem Brexit, wo doch die Uhr bis zum 29. März 2019 immer lauter tickt? NBCNews.com Reporter Alexander Smith unternahm deshalb einen Roadtrip durch Großbritannien, um sich ein Bild von der Lage zu machen. In Lambeth, Teil des Londoner Stadtteils Brixton, haben sich beim Brexit-Referendum mehr Wähler als anderswo für den Verbleib in der EU ausgesprochen.

Sprechen will mit Smith trotzdem kaum jemand. Bis auf Student Kane Sontora: "Ich hatte wirklich gedacht, dass die noch eine Lösung herbei verhandeln werden. Zum Wohle Großbritanniens, wissen Sie?"

Smith: "Und jetzt schauen Sie gebannt auf die nächsten Wochen?"

Sontora: "Ich bin einfach nur beunruhigt."

Unternehmensberater Simon Sandberg sagte: "Wir werden entweder eine ökonomische Katastrophe durch einen harten Brexit erleben, oder eine Art politischer Katastrophe, wegen Missachtung des Wählerwillens. Es sind tiefe Spaltungen spürbar, und diese werden anhalten. Unabhängig davon, wohin uns der Weg führen wird."

Vom EU-freundlichen Lambeth geht es für Smith mit dem Zug westwärts nach Wales. Cardiff ist eine der wenigen walisischen Städte, in der die Wähler gegen einen Brexit gestimmt haben. Dort trifft Smith Dave Jenkinson, einen Bauarbeiter, auf ein Bier im Pub.

Jenkinson meint über den Brexit: "Die Politiker haben sich doch letztendlich selbst keinen Gefallen getan. Beide Seiten sind grundsätzlich der Lüge überführt worden. Die Abgründe sind tief. Die Menschen polarisieren nicht nur in London oder Edinburgh. Eigentlich ist es ganz einfach: Einigen geht es jetzt schlechter, anderen wird es besser gehen. Wenn wir tatsächlich die EU verlassen, wäre es trurig, wenn es zu Grenzschließungen- oder Kontrollen kommt. Das wäre eine dumme Idee. Wir sind alle Teile eines ganzen Großbritannien. Wir sind alle integriert. Das lässt sich nicht mehr umkehren."