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Zeit erobert "verbotene Militärsstadt" in Wünsdorf

Dieses Areal in Zossen-Wünsdorf, rund 40 Kilometer von Berlin ist einmalig. Die Gebäude des überwiegend militärisch genutzten Komplexes stammen aus dem Jahr 1910, als die preußische Armee Kasernenanlagen und Truppenübungsplätze erbauen ließ. Später wurde das Areal als Heeressportschule genutzt, auch die Sportler der Olympischen Spielen trainierten hier.

Als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, wurde er zur Kommandozentrale der Armee.

Nach 1945 wurde Wünsdorf zur sowjetischen Garnisonsstadt. Während des Kalten Krieges befand sich dort das Hauptquartier des militärischen Oberkommandos der Sowjets. 1994 verließen die letzten russischen Soldaten das Gelände, ein sechs Quadratkilometer großes Gebiet, das von einer 17 Kilometer langen Betonmauer umgeben war. Einige der verlassenen Räume im dreistöckigen Offizierskomplex erzählen noch heute von den glorreichen Zeiten der Sowjetmacht in Ostdeutschland. Der verblasste gelbe Putz blättert von der Fassade des einst schmucken Kinos ab, das Schwimmbad steht verwaist. Fenster sind kaputt, ein Sicherungskasten baumelt von einer Wand - die Natur erobert den Komplex zurück. Die "verbotene Stadt", wie sie zu Sowjetzeiten genannt wurde, ist für die Öffentlichkeit immer noch tabu. Aber es ist möglich, auf einer speziell organisierten Tour zu sehen, wie es hier aussieht.

Seit dem russischen Soldaten abgezogen sind, steht der Komplex nun unter der Schirmherrschaft des Landes Brandenburg. Doch es wurde kein Geld investiert, kein neuer Eigentümer gefunden und so haben zollte die Zeit ihren Tribut.

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