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Andalusien: Warum hat eine rechte Partei in linker Hochburg Erfolg?

Andalusien: Warum hat eine rechte Partei in linker Hochburg Erfolg?
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Im Vorfeld der spanischen Neuwahlen im April hat die relativ neue rechtspopulistische Vox-Partei in der Region Andalusien - traditionell eine linke Hochburg - an Boden gewonnen. Euronews recherchierte in der Stadt La Línea de la Concepción die Gründe dafür. Thema dieser Folge von Insiders im Rahmen unserer Serie "Europa - abseits der ausgetretenen Pfade".

Vox gewann im vergangenen Dezember bei der Regionalwahl in Andalusien Sitze 12 Sitze im Regionalparlament. Jetzt hofft die Partei, bei den vorgezogenen Neuwahlen in Spanien im April und auch bei den Europawahlen im Mai weitere Sitze zu holen.

Insiders-Reportage über den Erfolg der rechten Vox-Partei in Andalusien

Euronews-Reporterin Valérie Gauriat ging nach Andalusien, um die Gründe für den Aufwind der rechtspopulistischen Partei zu recherchieren. Trotz abgesprochener Termine und Interviews konnte sie mit keinem Vox-Vertreter sprechen. Die Parteizentrale in Madrid hatte ein Kommunikationsverbot für alle Medien verhängt - ohne Angaben von Gründen. Die Journalistin fand Sympathisanten auf der Straße, aber niemand wollte direkt in Verbindung mit Vox gebracht werden.

Interview über die Umstände vor Ort

Im Nachgang ihres Berichts sprach Valérie Gauriat mit ihrer Kollegin Sophie Claudet über die Umstände vor Ort. Eine ihrer Beobachtungen war:

"Vox ist noch nicht sehr gut strukturiert, sie müssen ihre Kandidaten noch finden, ihre regionalen Anführer bestimmen. Es gibt Spaltungen innerhalb der Partei, zwischen den Parteimitgliedern und nicht das gesamte Programm wird von allen Mitgliedern, von allen Sympathisanten unterstützt. Und sie schauen auch auf die Stimmung bei ihren potenziellen Wählern. Und selbst unter ihren Anhängern sind sich die Menschen nicht über alles einig, wie zum Beispiel über den Plan der Partei, das Gesetz gegen häusliche Gewalt zu reformieren. Es hat mit die weitestgehenden Schutzrechte für Frauen in Europa. Viele Frauen sind mit den Reformplänen nicht einverstanden."

Sehen Sie die Reportage und das Interview im Rahmen des euronews-Programms Insiders.