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Cool ist anders: Shitstorm gegen Scheuers Fahrradhelm-Kampagne

Cool  ist anders: Shitstorm gegen Scheuers Fahrradhelm-Kampagne
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Mit einem flotten Spruch auf Englisch und einer Foto-Kampagne versucht der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer, junge Leute zum Tragen von Fahrradhelmen zu bringen. Doch dass auf den Postern leicht bekleidete junge Frauen und junge Männer in Unterhosen zu sehen sind, finden viele gar nicht cool.

"Looks like shit. But saves my life."

Der Verkehrsminister erklärte: „Mehr als die Hälfte der jungen Radfahrerinnen und Radfahrer sagen von sich selbst, dass sie nie oder nur selten einen Helm tragen. Und warum nicht? Weil es angeblich nicht cool aussieht. Mit unserer neuen Aktion ‚Looks like shit. But saves my life.‘ richten wir uns daher gezielt an junge Menschen, um sie dazu zu motivieren, zum eigenen Schutz einen Helm aufzusetzen. Der Spruch entspricht vielleicht nicht so ganz dem üblichen Behördendeutsch. Er bringt die Botschaft aber ziemlich genau auf den Punkt: Helme retten Leben!“

Die Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit "Germany's Next Top Model" und dem Sender Pro Sieben organisiert. Im Pressetext steht: "Die neuen Motive für die Fahrradhelm-Aktion wurden von einem der bekanntesten Fotografen der Welt fotografiert: dem britischen Starfotografen Rankin. Zu sehen sind junge Frauen und Männer in typischen Modelposen. Nur tragen sie überraschenderweise alle einen Fahrradhelm, der im Kontrast zum Gesamtbild steht und irritiert."

Doch viele reagieren mehr als "irritiert". Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Mast erklärte in der „Passauer Neuen Presse“. Die ausgewählten Fotos seien „peinlich, altbacken und sexistisch. Halbnackte Frauen und Männer sollten nicht mit Steuergeldern auf Plakate gebannt werden.“

Im Internet fordern viele Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer andere Lösungen vom Verkehrsminister, um ihre Sicherheit auf den deutschen Verkehrswegen zu verbessern.

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