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"Wal-Gefängnis" in Russland: Freilassung kann Jahre dauern

"Wal-Gefängnis" in Russland: Freilassung kann Jahre dauern
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Im Osten Russlands sind rund 100 Wale in winzigen Becken eingesperrt.

Tierschützer kritisieren dies seit Monaten.

Mittlerweile hat sich der Kreml eingeschaltet. Der französische Taucher und Filmproduzent Jean-Michel Cousteau wurde eingeladen, um an einem Plan für die Freilassung mitzuarbeiten.

Cousteau sagte, dass die Mehrheit der Wale - wenn sie denn befreit werden könnten - dort freigelassen würden, wo sie gefangen genommen wurden und erklärte:

"Wir hoffen, dass sie sich so nicht nur mit derselben Spezies, sondern auch mit ihrer eigenen Herde, mit ihren Freunden wieder verbinden können."

Freilassung kann Jahre dauern

Der russische Umweltminister Dmitri Kobylkin sagte, dass nun die schwierige Zeit, der Winter, überstanden sei:

"Währenddessen war es unmöglich, die Tiere freizusetzen, wir hätten sie alle verloren. Jetzt, wo der Sommer kommt, kann und muss diese Arbeit erledigt werden."

Cousteau sagte, dass die Freilassung aller Tiere Jahre dauern könne.

Tierschützer sammeln seit Wochen Unterschriften für die Befreiung der Wale. Organisationen wie Greenpeace befürchten, die Orcas und Belugas könnten an chinesische Aquarien verkauft werden.

Platz zum Schwimmen haben die Wale in der Anlage in der Nähe von Wladiwostok kaum. Ihre Becken sind viel zu klein. Mindestens drei Belugas und ein Orca seien laut Tierschützern wegen der schlechten Bedingungen bereits gestorben.