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"Kiss-a-thon": Tausende gleichgeschlechtliche Paare küssen sich aus Protest vor Einkaufszentrum

Tausende gleichgeschlechtliche Paare haben sich gleichzeitig vor einem Einkaufszentrum in Bogotá geküsst.

Der sogenannte "Kiss-a-thon", in Anlehnung an das Wort "Marathon", war eine Antwort auf die Schikanen zweier schwuler Männer zwei Tage zuvor. Ein Mann schubste das Paar, schrie ihnen Obszönitäten entgegen und beschuldigte sie, sich vor einer Gruppe von Kindern gestreichelt zu haben.

Das Paar bestritt diese Vorwürfe. Sie haben sich nur umarmt und an den Händen gehalten, so das heterosexuelle Pärchen. Als sie die Polizei riefen, wurde ihnen jedoch nicht geholfen. Stattdessen mussten sie aufgrund von "unanständiger Enthüllung" ein Bußgeld bezahlen.

Der Vorfall wurde von Augenzeugen aufgenommen und in den sozialen Netzwerken geteilt, was eine Welle der Solidarität für das junge Paar auslöste.

"Wir wollen, dass die Menschen aufhören, die LGBT-Gemeinschaft zu satanisieren und zu diskriminieren. Wir sind nicht krank, wir sind kein Abschaum. Wir sind Bürger, die hier sind, um ein besseres Land aufzubauen", sagte Esteban Miranda, einer der beiden Männer.

Kolumbien gilt eigentlich als eines der liberalsten südamerikanischen Länder, wenn es um die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft geht. Gleichgeschlechtliche Paare können eine Lebenspartnerschaft eintragen lassen und Kinder adoptieren. Zwei Dinge, die heterosexuellen Pärchen in Nachbarländern nicht erlaubt sind.

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