Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.

Eilmeldung

Eilmeldung

Madrid: Plädoyers im Separatistenprozess

Madrid: Plädoyers im Separatistenprozess
Schriftgrösse Aa Aa

Vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid geht der Prozess gegen zwölf katalanische Separatisten zu Ende.

Die Verteidiger hielten am Dienstag ihre Plädoyers. Ihren Mandanten wird die Vorbereitung und Durchführung des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums am 1. Oktober 2017 vorgeworfen.

Die Anklage lautet auf Rebellion, Aufstand und Veruntreuung öffentlicher Gelder. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die Angeklagten einen Putsch geplant haben. Diesen Vorwurf konterte die Verteidigung mit dem Hinweis, dass keine Gewalt angewendet worden sei.

Für den ehemaligen katalanischen Vizeregierungschef Oriol Junqueras fordert die Anklage 25 Jahre Haft, für drei seiner Mitstreiter 17 Jahre Gefängnis.

Verteidigung bereitet schon nächste Schritte vor

Die Verteidigung will Freisprüche für die zwölf Angeklagten erreichen und bereitet sich nach eigenen Angaben darauf vor, nach dem Prozessende den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anzurufen.

Der Anwalt von Junqueras, Andreu Van den Eynde, erläuterte: "Hier verwechseln wir die Missachtung des Gesetzes, den Ungehorsam, den wir diskutieren können, mit Rebellion. Der juristische Staatsstreich, die Negation der Norm, die Krise, die voraussetzt, dass jemand sagt: "Ich will mich nicht an eine Sache halten", wird auf die Rebellion übertragen".

Die Staatsanwaltschaft erklärte, den Angeklagten sei es darum gegangen, "die spanische Verfassung von 1978 zu liquidieren". Mehrere Beschuldigte, darunter der ehemalige katalanische Regierungschef Carles Puigdemont, haben sich ins Ausland abgesetzt.