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Merkel in Genf: Menschen sollen sich auf Arbeit verwirklichen

Merkel in Genf: Menschen sollen sich auf Arbeit verwirklichen
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REUTERS/Denis Balibouse
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Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen hat sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Genf eingesetzt. Menschen dürften nicht nur als Produktionsfaktoren gesehen werden, sondern müssten sich verwirklichen und ihre Talente entfalten können, sagte sie bei der Jubiläumstagung zum 100-jährigen Bestehen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). "Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen, und nicht umgekehrt", sagte Merkel.

Außerdem erklärte die Kanzlerin: "Zweifellos profitieren ja die weltweit führenden Industrienationen von der Globalisierung und der internationalen Arbeitsteilung. Und daher stehen gerade diese Länder, die Industrienationen, nicht nur in der Verantwortung jeweils bei sich für führende Arbeitsbedingungen zu sorgen, - damit haben wir schon ausreichend zu tun - , sondern auch anderswo darauf zu drängen."

Die ILO wurde 1919 gegründet, um den Weltfrieden durch eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen zu sichern.

Nach Merkel sprach Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron genau dieses Thema an: "Wenn die Menschen sich nicht mehr in den politischen Prozess eingebunden fühlen, wenn sie nicht mehr hinter ihrer Regierung stehen, - und das geschieht in unseren Demokratien heute - dann fühlen sie sich von einem autoritären Regime angezogen."

Die ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Die Länder sind durch Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände vertreten.

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew warnte: "Einige Länder verhalten sich immer aggressiver, es grenzt an Willkür. Die Weltordnung ist dadurch in Gefahr."

Eines der größten Probleme Europas ist das Altern der Erwerbsbevölkerung. Auch darüber wurde in Genf diskutiert.