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Trump nimmt sich Frankreichs Winzer zur Brust

Trump nimmt sich Frankreichs Winzer zur Brust
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REUTERS/Leah Millis
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Wenige Tage nach seiner Rückkehr aus Frankreich hat US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf französische Weine gedroht. In einem Interview beklagte Trump, dass auf nach Frankreich exportierte Weine aus den USA höhere Zölle erhoben würden als umgekehrt. Dies sei "nicht fair, und wir werden etwas dagegen tun".

Donald Trump, US-Präsident:

"Wissen Sie, Frankreich belastet unseren Wein stark und dennoch nehmen wir sehr wenig für französischen Wein.

Die Leute aus Kalifornien kommen an: "Sir, wir zahlen eine Menge Geld, um unser Produkt nach Frankreich zu bringen", und Sie lassen, das heißt, dieses Land lässt diese französischen Weine rein, die großartige Weine sind, aber wir haben auch großartige Weine."

Laut "Wine Institute", San Francisco, - einer Lobbyorganisation kalifornischer Winzer - liegen die EU-Zölle zwischen 11 und 29 Dollar-Cent pro Flasche. Umgekehrt erheben die USA auf Weine aus der Europäischen Union laut der US-Handelsbehörde USITC (United States International Trade Commission) zum Teil weniger als die Hälfte (Zölle von 5,3 bis 19 Dollar-Cents pro Flasche).

Trump hatte sich bereits im November darüber beschwert, dass Frankreich im Weinhandel unfair mit den USA umgehe. Allerdings erhebt nicht Frankreich die Zölle - die Importabgaben wie die Handelspolitik insgesamt liegen in der Zuständigkeit der EU-Kommission.

Die EU ist zwar der größte ausländische Abnehmer von Weinen aus den USA, verkauft aber dorthin neunmal so viel Wein (Export für 4,5 Milliarden Dollar (3,99 Milliarden Euro), Import für 553 Millionen Dollar (489 Millionen Euro).

HANDELSABKOMMEN

Die USA und die EU wollen demnächst in offizielle Verhandlungen über ein mögliches Handelsabkommen einsteigen. Allerdings will die EU-Kommission im Gegensatz zu Trump Agrarprodukte nicht einbeziehen.

su