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Konferenz in Batumi: Solidarität der EU mit Georgien

Konferenz in Batumi: Solidarität der EU mit Georgien
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Die EU und Georgien wollen näher zusammenrücken. Das machte EU-Ratspräsident Donald Tusk bei einer internationalen Konferenz in der georgischen Schwarzmeerstadt Batumi klar. Bei dem Treffen geht es um das Verhältnis zu den östlichen Partnerländern - um gemeinsame Ziele.

In Anspielung auf Putins Worte aus dem Jahr 2005, der Zusammenbruch der Sowjetunion sei eine Katastrophe gewesen, sagte Tusk:

"Ich will es laut und deutlich sagen: Der Zusammenbruch der Sowjetunion war ein Segen für Georgier, Polen, Ukrainer sowie für ganz Mittel- und Osteuropa. Und, davon bin ich überzeugt, auch für die Russen."

Tusk kritisierte Moskaus Entscheidung, den Flugverkehr mit Georgien zu stoppen. Hintergrund waren Proteste in Georgiens Hauptstadt Tiflis, nach einem Besuch russischer Politiker.

Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, schließt sich der Kritik an:

"Wir sollten nicht vergessen, wer 2008 der Besatzer war, nämlich Putins Russland. Ich würde Russland zwar nicht als Feind bezeichnen, aber die Politik von Putin ist keine freundliche Politik. Repressionen wie die Einstellung des Flugverkehrs haben schwere wirtschaftliche Folgen. So geht man nicht mit Nachbarn um."

"Wir müssen eine Lösung für unsere beiden Länder finden"

Die jüngsten Proteste in Georgien richteten sich laut den Demonstranten gegen russische Politiker und deren Vorgehen, nicht gegen die Russen an sich. Viele Georgier hoffen, dass russische Touristen wieder ins Land kommen, sobald der Flugverkehr wieder aufgenommen wird. Georgien ist ein beliebtes Reiseziel für Russen.

"Ich glaube nicht, dass es wieder Krieg geben wird", so ein 19 Jahre alter Georgier. "Ich arbeite viel mit Russen im Gastgewerbe zusammen, das sind sehr loyale Menschen, mit denen man gut zurechtkommt. Wir müssen eine Lösung für unsere beiden Länder finden und die Beziehungen nicht weiter erschweren."