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Landtagswahl in Brandenburg: AfD auf dem Vormarsch

Landtagswahl in Brandenburg: AfD auf dem Vormarsch
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Endspurt im Landtagswahlkampf in Brandenburg. Die AfD wirft noch einmal alles in die Waagschale. An vorderster Front: Spitzenkandidat Andreas Kalbitz.

"Wir haben wieder eine Stimmung, wo man das Gefühl hat, man kann nicht mehr alles sagen", so Kalbitz.

Der brandenburgische AfD-Chef will seine Partei am 1. September zum Wahlsieg führen. Laut der letzten repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD liegen SPD und AfD mit je 22 Prozent vorne – gefolgt von der CDU mit 18 Prozent.

Doch warum bekommt die AfD so viel Zuspruch? Laut Experten hat ein Teil der Bevölkerung das Vertrauen in die demokratischen Institutionen und den Rechtsstaat verloren - viele fühlen sich abgehängt.

"Wir haben die Wende aktiv auch mitgestaltet und erleben inzwischen ein Klima und eine Politik, die aus meiner Sicht schlimmer ist als das, was wir damals in der DDR hatten", sagt Immobilienmaklerin Ilka Gatzka bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung in Brandenburg. "Da wird man diffamiert, da wird man in eine Nazi-Ecke gesteckt - das ist doch Meinungs-Diktatur."

Nicht zuletzt deshalb gibt sich die AfD betont bürgernah und präsentiert sich als Beschützer. Neben dem Thema Migration setzt die Partei in Brandenburg auf Bildung, Infrastruktur, Rente oder auch Familie.

Umbruch in der AfD?

Gleichzeitig steht die SPD aktuell recht schwach da. Die Sozialdemokraten stellen seit 1990 den Ministerpräsidenten in Brandenburg. 2014 hatte sie die Landtagswahl in Brandenburg noch mit 31,9 Prozent klar gewonnen hatte.

Noch ist alles offen - nur eines ist sicher: Kalbitz gehört genauso wie Björn Höcke, dem Vorsitzenden der AfD Thüringen, zum rechtsnationalen Flügel der Partei. Sollte die AfD in Brandenburg stärkste Kraft werden, könnten die radikalen Strömungen in der Partei somit an Einfluss gewinnen.

In Brandenburg sind etwa zwei Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen.

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