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Raketenalarm unterbricht Wahlkampfrede von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu

Raketenalarm unterbricht Wahlkampfrede von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist am Dienstagabend während einer Wahlkampfrede von Raketenalarm unterbrochen worden. Seine Bodyguards brachten den 69-Jährigen schnell aus dem Saal.

Der israelischen Armee zufolge hätten Palästinenser zwei Raketen auf Israel abgefeuert. Diese konnten demnach jedoch von dem Abwehrsystem Iron Dome abgefangen werden.

Der Vorfall passierte, nachdem Netanjahu angekündigt hatte, im Falle seiner Wederwahl das Jordantal zu annektieren. Es wird angenommen, dass er dadurch Stimmen der Ultrarechten sowie der israelischen Siedlerbewegung gewinnen will.

Israel wählt am 17. September ein neues Parlament. Dabei zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen Netanjahus rechtskonservativem Likud und dem oppositionellen Bündnis der Mitte, Blau-Weiß von Ex-Militärchef Benny Gantz, ab.

Netanjahus Ankündigung stößt auf Kritik

Die Arabische Liga kritisierte Netanjahus Vorhaben vehement. "Der Rat betrachtet diese Ankündigung als eine ernsthafte Entwicklung und eine neue israelische Aggression, da er beabsichtigt, gegen das Völkerrecht, die UN-Charta und die betreffenden Resolutionen der internationalen Legitimität zu verstoßen", kommentierte Ahmed Aboul Gheit, Generalsekretär der Arabischen Liga, das Vorhaben.

Das Jordantal verläuft entlang der Grenze zu Jordanien und macht etwa 30 Prozent des Westjordanlandes aus. Dort leben rund 60.000 Palästinenser und etwa 5000 israelische Siedler.

Der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtaje hatte bereits vor Netanjahus Rede vor einem solchen Schritt gewarnt. "Das palästinensische Gebiet ist nicht Teil von Netanjahus Wahlkampagne", sagte Schtaje laut einer Stellungnahme seines Büros. "Wenn er glaubt, dass er durch die Annektierung der Siedlungsblöcke die Wahlen kurzfristig gewinnen wird, langfristig werden er und Israel die Verlierer sein. (...) Netanjahu ist der zentrale Saboteur des Friedensprozesses."