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Verkauf von Hitler-Masken: Deutscher Botschafter in Prag schlägt Alarm

Ladenstraße in Prag - Illustrationsbild
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Die Polizei in Tschechien ermittelt nach einer Beschwerde wegen des Verkaufs von Adolf-Hitler-Gesichtsmasken in einem Geschäft in Prag. Christoph Israng, der deutsche Botschafter in Prag, hatte das Bild von der Maske am Tag nach Halloween auf Twitter gepostet und dazu geschrieben:

"Die Tschechen haben so unter den Nationalsozialisten gelitten. Warum wird solcher Schund mitten in Prag verkauft?"

Zahlreiche Menschen reagierten auf das Bild. Darunter der tschechische Innenminister Jan Hamacek. Die Polizei habe eine Untersuchung gegen das Geschäft eingeleitet.

Die tschechische Polizei bestätigte Euronews, dass sie "sich mit dieser Angelegenheit befasst", sagte aber, dass man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Informationen liefern könne.

Eine Sprecherin des Prager Zentralbezirks sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Geschäft habe inzwischen seinen Mietvertrag im Bezirk Malá Strana verloren habe.

"Es stimmt, dass einige Geschäfte den Ruf des Prager Kulturerbes schädigen", zitierte die AFP Pavel Čižinský, den Bürgermeister des zentralen Bezirks der Stadt.

Auch der israelische Botschafter in Tschechien reagierte auf die Beschwerde seines deutschen Amtskollegen und dankte ihm dafür, auf das Thema aufmerksam gemacht zu haben. "Der Verkauf solcher Kostüme ist eine Beleidigung für die Überlebenden des Holocaust und ihr Andenken. 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs und 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz sollten wir unsere Kräfte bündeln, um eine solche Verbreitung von Extremismus und Hass zu bekämpfen."

Hunderttausende Menschen - darunter viele Juden - wurden unter der nationalsozialistischen Besatzung von 1938 bis 1945 in der ehemaligen Tschechoslowakei getötet.

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