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Libyen-Krise: Merkel will in Berlin auf internationaler Ebene beraten

Libyen-Krise: Merkel will in Berlin auf internationaler Ebene beraten
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Staats- und Regierungschefs mehrere Länder für Sonntag nach Berlin eingeladen. Bei dem Treffen soll es um die Lage in Libyen gehen. Erwartet werden unter anderem Russlands Präsident Wladimir Putin, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Vertreter der Türkei, Italien, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien und China. Ob US-Präsident Donald Trump an dem Gipfel teilnimmt, ist noch offen.

Zuvor waren in Moskau die Verhandlungen zu einer dauerhaften Feuerpause in Libyen ergebnislos zu Ende gegangen. Der libysche Milizenführer Chalifa Haftar hatte die russische Hauptstadt verlassen, ohne seine Unterschrift unter eine entsprechende Waffenstillstandsvereinbarung zu setzen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte anschließend:

"Der Putschist Haftar hat das Abkommen nicht unterzeichnet. Wir werden nicht zögern, dem Putschisten Haftar eine verdiente Lektion zu erteilen, wenn er seine Angriffe auf die rechtmäßige Regierung des Landes und unsere Brüder in Libyen fortsetzt."

Sammeln aller Kräfte

Die Türkei und Russland hatten die Gespräche geleitet. Der libysche Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch unterschrieb das Abkommen.

"Alle Bemühungen der Europäer, einschließlich der Deutschen, Franzosen und Italiener, wollen wir jetzt zusammenführen", erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow. "Damit wir alle an einem Strang ziehen und alle libyschen Parteien zur Einwilligung ermutigen."

Merkel bittet auch Haftar und Al-Sarradsch zu Tisch

Dem russischen Verteidigungsministerum zufolge will Haftar die Dokumente eingehender prüfen. In Libyen herrscht zwischen dem General und seinem Gegner, dem international anerkannten Regierungschef Fajis al-Sarradsch, ein erbitterter Machtkampf. Mehrere ausländische Staaten sind in den Konflikt involviert.

Haftar und Al-Sarradsch sollen ebenfalls zur Berliner Konferenz eingeladen werden. Daneben werden wohl auch Verantwortliche der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga dabei sein.

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