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Bild und Name vom Buch entfernt: Benedikt XVI. rudert zurück

Bild und Name vom Buch entfernt: Benedikt XVI. rudert zurück
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L'Osservatore Romano/Pool Photo via AP
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Nach der Veröffentlichung umstrittener Äußerungen hat der frühere Papst Benedikt XVI. seine Mitautorenschaft von einem Buch zum Reizthema Zölibat zurückgezogen und sich von dem Werk distanziert.

Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein bestätigte, der Verlag habe Unterschrift und Foto vom Buch entfernen lassen, das am Mittwoch in Frankreich erscheinen soll. Zuvor waren Auszüge veröffentlicht worden, in denen Benedikt vor einer Aufweichung des priesterlichen Zölibats warnte.

Dies wurde als Affront gegen Papst Franziskus gewertet, sei aber im Grunde kein Widerspruch, sagt die Vatikan-Expertin Deborah Lubov. Der Vatikan habe in einer Erklärung darauf hingewiesen, dass es eine Kontinuität gebe zwischen Benedikts Äußerungen und der Haltung Papst Franziskus zum Thema - sogar schon als dieser noch Erzbischof von Buenes Aires war.

Papst Franziskus prüft derzeit, ob in entlegenen Gegenden der Welt, wie etwa im Amazonas wegen Mangel an Geistlichen, Priestern die Ehe erlaubt werden soll, eine ausnahmsweise Öffnung also, keine prinzipielle. Dazu hatten ihn Bischöfe bei der Amazonas-Synode im vergangenen Herbst aufgerufen.

Vor diesem Hintergrund wirkten Benedikts Warnungen wie eine grobe Einmischung. Der 92-Jährige rudert nun zurück. Zum Leidwesen von Kardinal Robert Sarah, dem eigentlichen Buchautoren, Kardinal Robert Sarah, dem Manipulation vorgeworfen wird.

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