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Hallstatt: Besucher-Boom aus Asien durch Disney-Irrtum

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Hallstatt: Besucher-Boom aus Asien durch Disney-Irrtum
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Eigentlich hat es die Marktgemeinde Hallstatt im Salzkammergut durch Salzabbau und die Aufwertung zum UNESCO-Welterbe zu Ansehen gebracht, doch dann kamen nicht enden wollende Besuchermassen aus Asien und vor allem aus Südkorea dazwischen.

Nahezu täglich drängen Besuchermassen durch die Gassen. Die Tagesgäste reisen mit Bussen und Schiffen an.

Ein südkoreanischer Tourist in Hallstatt erläuterte: _"Hallstatt ist berühmt in Korea. Hier ist alles voller Koreaner und koreanischer Rollkoffer."
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Doch nicht etwa Schnitzel oder Schlutzkrapfen locken die Besucher. Die Gäste aus Fernost stehen Kopf, gleichwohl sie einem allerdings populären Irrtum aufsitzen.

Denn Nicht Hallstatt ist - wie die Asiaten glauben - die bildliche Vorlage für den Disney-Animationsfilm "Frozen - Die Schneekönigin", sondern ein Dorf in Norwegen, über 1500 Kilometer weiter nördlich.

Asiatische Kinder toben im Garten

Den Durchschnitts-Tagestouristen kümmert das eher wenig: "Das hier war der Hintergrund in Frozen", stellt eine südkoreanische Urlauberin fest. "Der Disney-Film?", fragt der Reporter. "J_a, je länger ich hier bin, desto ähnlicher wirkt es."_

Eine Hallstätterin, die namentlich nicht genannt werden wollte, berichtet von ab und zu merkwürdigem Verhalten der Tagesgäste. Sie machen auch vor eingezäunten Grundstücken nicht halt: "Wir sind nach Hause gekommen und haben uns gefragt: Wer springt denn da auf unserem Trampolin? Das waren zwei kleine asiatische Kinder, die Eltern standen auf der anderen Seite unseres Zauns. Sie machten Fotos und freuten sich, dass die Kinder in unserem Garten springen dürfen."

In China wurde Hallstatt sogar im Maßstab eins-zu-eins nachgebaut. Dem Andrang im Salzkammergut hat das keinen Abbruch getan. Angesichts fast einer Million Tagesgästen pro Jahr will Hallstatt jetzt die Besucherzahlen begrenzen.