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Coronavirus: 13 Infektionen in Deutschland nachgewiesen

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Coronavirus: 13 Infektionen in Deutschland nachgewiesen
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In China sind mittlerweile mehr als 560 Menschen an dem neuen Coronavirus gestorben. In 28.000 Fällen wurde eine Infektion mit dem Erreger nachgewiesen. Das meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

30 Coronavirus-Fälle in Europa

Deutschlandweit haben sich aktuell 13 Menschen mit dem Virus angesteckt. Bei zwei von ihnen wurde der Erreger nachgewiesen, nachdem sie am vergangenen Wochenende mit einem Flugzeug aus China eingeflogen worden waren.

Aus Großbritannien wurde ein dritter Fall gemeldet - in Europa sind derzeit 30 Menschen in neun Ländern mit dem Virus infiziert.

Forschung nach einem Impfstoff

Wissenschaftler versuchen einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit zu entwickeln. Am internationalen Zentrum zur Erforschung von Infektionskrankheiten an der medizinischen Fakultät in Lyon werden Methoden zur Behandlung entwickelt.

Manuel Rosa-Calatrava vom Lyoner VirPath-Labor sagt: "Wir wollen nun sehr schnell, innerhalb eines Monats oder eineinhalb Monaten, prüfen ob sich bereits bestehende Medikamente eignen könnten, um erkrankten Patienten eine Behandlung anbieten zu können."

In vielen Ländern gibt es wegen des Virus Anfeindungen und Verdächtigungen chinesischer Bürger. Die chinesische Botschaft in Großbritannien äußert deshalb ihre Sorge:

Es gibt einen tief verwurzelten Rassismus, nicht nur hier, sondern überall. Während einer Krise wie dieser, sollten alle Länder zusammenstehen. Die Menschen müssen begreifen, dass wir es mit einer gemeinsamen Bedrohung zu tun haben.
Liu Xiaoming
Botschafter der Volksrepublik China in Großbritannien

"Ich bin kein Virus, ich bin ein Mensch"

Der Aktivist Massimiliano Martigli Jang, italienischer Bürger chinesischer Herkunft, versucht auf das Problem aufmerksam zu machen. Auf Facebok hat er ein Video gepostet, in dem er mit verbundenen Augen, Mundschutz und einem Schild mit der Aufschrift "Ich bin kein Virus, ich bin ein Mensch, weg mit den Vorurteilen" in der Fußgängerzone von Florenz steht.

Nach und nach beginnen ihn zu umarmen und nehmen ihm dann, als Zeichen der Solidarität, die Maske und die Augenabdeckung ab.