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Sinn Fein überrascht bei der Wahl in Irland

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Sinn Fein überrascht bei der Wahl in Irland
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In Irland hat überraschend die linksgerichtete Partei Sinn Fein bei der Parlamentswahl große Erfolge zu verzeichnen. Die etablierten bürgerlichen Parteien Fianna Fail und Fine Gael wurden von den Wählern abgestraft. Wichtige Themen für die Wähler waren Wohnen und Rente.

Sinn-Fein-Chefin Mary Lou McDonald sagte: "Weitere fünf Jahre Wohnungskrise wird es mit uns nicht geben. Familien und Arbeiter müssen Raum zum Atmen haben. Finanzielle und wirtschaftliche Sicherheit. Ich werde mit allen Parteien darüber reden."

McDonald schwebt eine Regierung nur mit den kleineren Parteien, ohne Fianna Fail und Fine Gael vor. Ob dies allerdings möglich sein wird, ist unklar. Die Grünen würden sich freuen. Grünen-Chef Eamon Ryan erklärte: "Es ist schwierig zu sagen, was da für eine Regierung herauskommt. Das sehen wir in den nächsten Wochen. Aber wie auch immer, wir werden versuchen, unseren Standpunkt, dass das Land radikal auf Grün gestellt werden muss, durchzudrücken."

Obwohl es Irland eigentlich ganz gut ging, haben die etablierten Parteien die wahren Sorgen der Menschen nicht gesehen, meint Analyst Gavin Reilly: "Mit Fine Gael am Ruder ist die Arbeitslosigkeit von 15 auf 5 Prozent heruntergegangen, nach außen sah alles blendend aus. Doch vor allem Fine Gael hat nicht verstanden, dass mit der Flut auch Wasser ins eigene Boot lief. Die Menschen hatten weiterhin große Sorgen, was den Wohnraum und die Lebenshaltungskosten anging. Sie hatten nicht das Gefühl, dass es ihnen persönlich besser ging."

Sinn-Fein-Chefin Mary Lou McDonald will die Vereinigung mit Nordirland. Das Referendum darüber müsse sofort vorbereitet werden, meint sie.