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Warum heißt das Sturmtief Sabine? 50.000 in Bayern ohne Strom

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Warum heißt das Sturmtief Sabine? 50.000 in Bayern ohne Strom
Copyright  Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved   -   Michael Probst
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Sturmtief Sabine hat weite Teile Europas schwer getroffen - in Deutschland wurden mehrere Personen verletzt. In Main-Metropole stürzte ein Kran auf den Frankfurter Dom. In Bayern waren am Montagnachmittag 50.000 Menschen ohne Strom.

In Schweden kam ein Angler ums Leben, der mit einem anderen zusammen in einem Boot auf einem See in Senljunga gekentert war. Der zweite Angler war vermisst und wurde am Montagmorgen noch gesucht.

Der Bahnverkehr lief am Nachmittag langsam wieder an, nachdem seit Sonntagabend alles blockiert war. Viele Flüge fielen weiter aus. In Zürich wurden fast 100 ankommende und abliegende Flugverbindungen abgesagt.

Der Sturm, der im nicht-deutschsprachigen Raum Ciara genannt wird, peitschte über die britischen und irische Küsten und sorgte dort für teils schlimme Überschwemmungen.

Warum hat das Sturmtief zwei Namen?

Aus Großbritannien kommt der Name "Ciara", denn Sturmtiefs bekommen 2020 weibliche Namen - und die meteorologische Behörde Met Office hat sich für "Ciara" entschieden. Diesen Namen haben Belgier, Franzosen, Niederländer und andere übernommen. Warum nicht auch Deutschland?

Seit 2002 werden Namen von Hochs und Tiefs verkauft: bei der Wetter-Patenschaft des Instituts für Meteorologie kostet ein Tief 199 Euro, ein Hoch 299 Euro (jeweils plus Mehrwertsteuer - also 236,81 Euro und 355,81 Euro). Das jetzige Tief geht auf eine Sabine Kaufmann zurück. Wer diese Frau ist, konnte die Agentur dpa aber nicht herausfinden, da sie keine Informationen über sich hinterlassen hat.

In den Häfen Dover und Calais wurde der Verkehr am Sonntagabend komplett eingestellt.

In der belgischen Hauptstadt wurden zahlreiche Dächer abgedeckt.

In den Großstädten Nordrhein-Westfalens sowie in Teilen von Bayern, Hessen,

Niedersachsen und Bremen sowie im Schwarzwald blieben viele Schulen geschlossen.