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Roter Teppich für Greta Thunberg in Brüssel

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Roter Teppich für Greta Thunberg in Brüssel
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Greta Thunberg bei der Europäischen Kommission in Brüssel.

Eine Einladung, die sorgfältig vorbereitet war und zu einem politisch günstigen Zeitpunkt kam.

Indem die Kommission der berühmtesten Klima-Aktivistin zuhörte, machte man Thunberg Teil der Präsentation des ehrgeizigen Klimagesetzes.

Doch hatte der schwedische Teenager da bereits seine Unzufriedenheit mit dem Entwurfs bekannt gemacht.

In einem Tweet nannte Thunberg das Ziel der Schadstoff-Neutralität für 2050 unverblümt eine "Kapitulation".

Der Tweet führte zu einem offenen Brief, in dem sie und einige Mitstreiter die Gründe für ihre Ansicht darlegen.

Thunberg hatte dann die Chance, dazu vor dem überfüllten Umweltausschuss des Europäischen Parlaments Stellung zu nehmen.

Dieses Klimagesetz sei eine Kapitulation, denn die Natur verhandele nicht. Und man könne keine Deal mit der Physik machen.

Danach gab es Standing Ovations.

In der dann folgenden Debatte wurde Thunberg aber auch mit Widerspruch konfrontiert - höflich vorgebracht vom deutschen Christdemokraten Peter Liese:

Er verstehe ihre Botschaft, doch halte er das Klimagesetz sehr wohl für ehrgeizig.

Es sei ehrgeizig, Schadstoff-Neutralität anzustreben, selbst wenn man das Ziel nur von 40 auf 50 Prozent Reduzierung erhöhe. Das sei ein großer Schritt.

Andere Abgeordnete konnten der Versuchung nicht wiederstehen, der 17jährigen mit erhobenem Zeigefinger ungebetene Ratschläge zu erteilen.

"Gehen sie zurück zur Schule und führen sie ein normales Leben. Ihre Kindheit ist ebenso wichtig wie das Klima. Andernfalls geht sie verloren", sagte der italienische Rechtspopulist Pietro Fiocchi.

Es ist unwahrscheinlich, dass Thunberg diesem Rat folgt.

Schon am Freitag will sie beim nächsten Klimamarsch in Brüssel teilnehmen.