Eilmeldung
This content is not available in your region

Der Aufschrei aus Spaniens Krankenhäusern: "Wir brauchen Betten"

euronews_icons_loading
Der Aufschrei aus Spaniens Krankenhäusern: "Wir brauchen Betten"
Copyright  Jean-Francois Badias/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Angesichts der dramatischen Zahlen der Coronavirus-Pandemie in Spanien hat die EU-Kommissionspräsidentin den spanischen Beschäftigten im Gesundheitswesen ihren Dank ausgesprochen. Ursula von der Leyen versicherte dem Land (auf Spanisch): "Sie sind nicht allein!"

Die 3.400 Toten in Spanien sind mehr als in China. Mehr als 3.100 Patienten müssen weiterhin auf Intensivstationen behandelt werden.

Von der Leyen versprach auch Finanzhilfen: "Aus dem Haushalt der EU werden wir Spanien 11 Milliarden Euro zur Verfügung stellen."

Fast 50.000 mit Covid-19 Infizierte

Eine Gruppe älterer Menschen wurde in der Nähe von Gibraltar aus einem Altenheim weggebracht, nachdem dort Fälle von Covid-19 bestätigt worden waren. Auch die 62-jährige Vize-Regierungschefin Carmen Calvo - die seit Tagen unter einer Lungenentzündung leidet - wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Inzwischen gibt es in Spanien fast 50.000 Menschen, die sich laut offizieller Statistik angesteckt haben.

Und der Verantwortliche der spanischen Gesundheitsbehörde warnt: "Die Bürde, die auf den Krankenhäusern lastet, wird in den kommenden Tagen noch stärker werden. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen abnimmt."

Spaniens Regierung hat in China für 432 Millionen Euro Atemschutzmasken, Coronavirus-Schnelltests und Beatmungsgeräte bestellt.

"Wir brauchen dringend Betten"

Der Aufschrei kommt von den Angestellten spanischer Krankenhäuser. In den sozialen Netzwerken machen dramatische Bilder von zusammenbrechenden und auf dem Boden liegenden Patienten aus Krankenhäusern in Madrid die Runde. Inzwischen wurden Patienten von dort in andere Kliniken verlegt.

Die Beschäftigten eines Krankenhauses in Albacete haben im Internet ein Video veröffentlicht, in dem sie auf die kritische Lage aufmerksam machen.

"Dass wir völlig übermüdet sind, ist nicht wichtig, aber wir sind psychisch am Ende wegen der aktuellen Situation. Wir können nicht helfen, denn wir brauchen dringend mehr Betten in Albacete."

Spaniens Regierungschef hat die Ausgangssperre jetzt bis zum 11. April verlängert.