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Wirtschaftshilfe: Bundesregierung schnürt 600-Milliarden-Paket und macht Schulden

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Wirtschaftshilfe: Bundesregierung schnürt 600-Milliarden-Paket und macht Schulden
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Die deutsche Bundesregierung will die Wirtschaft bei der Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie mit einem Rettungsfonds unterstützen. Einen entsprechenden Entwurf hat der Bundestag gebilligt. Das Hilfspaket umfasst 600 Milliarden Euro, mit dem Geld soll Unternehmen kurzfristig unter die Arme gegriffen werden, auch vorübergehende Verstaatlichungen sind vorgesehen.

Peter Altmaier, der deutsche Minister für Wirtschaft und Energie. Erläuterte: „Die Pandemie ist eine Herausforderung nicht nur für unser Gesundheitssystem, sie betrifft nicht nur die Gesundheit und die Sorgen von 83 Millionen Menschen in Deutschland und Milliarden Menschen weltweit. Nein, sie hat auch dazu geführt, dass in diesem Jahr unsere Wirtschaft nicht wachsen wird, sondern schrumpfen“, so Altmaier. „Es ist unser Ehrgeiz, dass vor dem 1. April die ersten Zahlungen bei den betroffenen Unternehmen ankommen und die Handlungsfähigkeit des Staates sich auch in dieser schwierigen Situation bewährt“, sagte er.

Zur Finanzierung des Hilfspakets hat der Bundestag einen Nachtragshaushalt beschlossen. Dieser sieht Schulden von 156 Milliarden Euro vor.

Erntehelfer dürfen nicht ins Land

Unterdessen hat das Bundesinnenministerium mitgeteilt, dass Saisonfachkräften aus dem Ausland wegen des Kampfes gegen die Ausbreitung des Coronavirus bis auf Weiteres die Einreise verweigert wird. Damit drohen in landwirtschaftlichen Betrieben, die auf Erntehelfer angewiesen sind, personelle Engpässe. Die meisten Saisonkräfte in der deutschen Landwirtschaft stammen aus Rumänien, Polen, Bulgarien sowie den baltischen Staaten.