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"Sabotage": Moscheen spielen "Bella Ciao" statt Gebetsruf

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Die Staatsanwaltschaft in Izmir hat Ermittlungen eingeleitet - sowohl gegen unbekannte Hacker als auch gegen Personen, die Videos der ziemlich unglaublichen Szene in den sozialen Netzwerken geteilt haben. Am Mittwoch ertönte aus mehreren Moscheen statt des Aufrufs zum Gebet das antifaschistische Partisanenlied "Bella Ciao".

Die lokale Vertretung von Diyanet, der türkischen Behörde für religiöse Angelegenheiten, bestätigte den Vorfall in einer Erklärung auf Twitter. Diyanet gab bekannt, dass sie eine interne Untersuchung eingeleitet und bei der Polizei Beschwerde wegen "Verunglilmpfung religiöserWerte" eingereicht habe. "Unbekannte haben einen Sabotageakt verübt und sich illegal in das Gebetsrufsystem eingehackt", erklärte Diyanet.

Ömer Celik, der Sprecher von Recep Tayyip Erdogans Regierungspartei AKP, sprach von einer "abscheulichen Tat". Er beteuerte, dass die Verantwortlichen gefunden würden.

Weltweit ist "Bella Ciao" durch die Netflix-Serie "La Casa de Papel" ("Haus des Geldes") wieder sehr populär geworden. In Izmir wurde das Lied in einer Version der türkischen Band "Grup Yorum" gespielt. Zwei Mitglieder von "Grup Yorum" waren in den vergangenen Monaten nach langen Hungerstreiks gestorben, die Band gilt als der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front, einer marxistisch-leninistischen Untergrundorganisation, nahestehend.