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Macron und die grüne Revolution

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Macron kündigt grüne Wende an
Macron kündigt grüne Wende an   -   Copyright  Christian Hartmann/AP photo
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Viele französische Städte werden künftig von einem grünen Bürgermeister regiert. Wie die Politikerin Jeanne Barseghian. Die 39-jährige Umweltanwältin wird Bürgermeisterin von Straßburg. Sie setzte sich gegen eine konservative Allianz aus der Partei des Präsidenten La République en Marche und den Republikanern durch.

Straßburg ist die größte französische Stadt, die von einer grünen BürgermeisterIN geführt wird.
Jeanne Barseghian
Grüne Politikerin

Grüner Durchmarsch

Straßburg, Bordeaux, Besançon, Poitiers und Lyon... die grüne Welle hat viele französische Städte erfasst. Ein spektakulärer Sieg für eine Partei, die keine Abgeordnete in der Nationalversammlung hat.

Auch Grenoble konnten die Grünen halten. In Paris und Marseille waren sie als kleiner Koalitionspartner am Sieg beteiligt.

Macrons Reaktion

Ungekannte Erfolge für die Umweltpartei - und eine klare Niederlage für Präsident Emmanuel Macron. Der reagierte und kündigte den ökologischen Umbau der Wirtschaft an, er will über die grüne Wende abstimmen lassen.

Zugeständnisse an die Linken könnten folgen, doch die sind nicht zu vereinbaren mit dem konservativen starken Mann seiner Regierung, Premierminister Edouard Philippe, der in Le Havre mit 58% wiedergewählt wurde.

Dank meines Teams hatte ich das große Privileg, dieser Stadt vorzustehen und mich in Zukunft noch weiter zu engagieren und diese beispielhafte Stadt, die uns allen am Herzen liegt, besser und grüner und attraktiver zu machen.
Édouard Philippe
Premierminister

Verluste für Marine Le Pen

Die Partei Rassemblement National von Macrons Hauptgegnerin bei den französischen Präsidentschaftswahlen 2017 Marine Le Pen konnte zwar Perpignan holen. Allerdings verlor sie, was die Gesamtzahl der Ratsposten in Frankreich betrifft.

Sozialisten behaupten sich

Im Schatten des grünen Durchmarschs schafften es die zuletzt stark angeschlagenen Sozialisten, sich in Lille, Nantes, Le Mans, Rennes und Dijon zu behaupten - ganz zu Schweigen von der französischen Hauptstadt.

Historisch schlechte Wahlbeteiligung

Doch den größten Zuwachs... hatten die Nichtwähler. Die Wahlbeteiligung bei dieser zweiten Runde der Kommunalwahlen war historisch niedrig. Weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten ging abstimmen. Eine klare Ansage in Richtung des französischen Präsidenten.