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Der Kohle geht's an den Kragen: Spanien schließt sieben Kraftwerke

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Arbeiter in einem Kraftwerk
Arbeiter in einem Kraftwerk   -   Copyright  I.Lopez/Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.
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An diesem Dienstag stellen in Spanien sieben der 15 Kohlekraftwerke ihren Betrieb ein. Dieser Schritt hat vor allem wirtschaftliche Gründe. Die Ausgaben, die nötig wären, um die Werke laufend den EU-Bestimmungen anzupassen, rechnen sich nicht, sagen die Betreiber. Die Stromerzeugung in einigen der betroffenen Kraftwerken ist seit Jahren zurückgefahren worden.

Die meisten der Kraftwerke, die vom Netz genommen werden, liegen im Nordwesten des Landes. 2018 erzeugten sie noch rund 15 Prozent des spanischen Stroms und waren für 15 Prozent des Schadstoffausstoßes des Landes verantwortlich. Im Mai dieses Jahres stammte nur noch 1,4 Prozent der erzeugten Energie aus diesen Werken.

Woher stammt der spanische Strom?

Betroffen von den Schließungen sind rund 1100 Beschäftigte. Spanien hat noch acht weitere Kohlekraftwerk am Netz, von denen vier ebenfalls bereits die Schließung beantragt haben. Der Rückbau der Anlagen kann bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen.

Rund 64 Prozent des spanischen Stroms wurde 2019 zu fast gleichen Anteilen in Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken, Kernkraftwerken und Windkraftanlagen erzeugt.

Im Jahr 2019 wurden in Spanien 261 020 Gigawattstunden Strom erzeugt. Von diesen stammten rund 37 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die Stromnachfrage in Spanien war im Jahr 2019 1,5 Prozent niedriger als 2018. Werden die Auswirkungen der Arbeit und der Temperaturen eingerechnet, war sie im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent geringer. Auf den Inseln lief die Entwicklung anders: Die Balearen und die Kanarischen Inseln verbuchten einen Anstieg um 1,8 beziehungsweise 0,2 Prozent gegenüber 2018.